Bericht von CBS

Weißes Haus soll Einsatz von Bodentruppen im Iran vorbereiten

Das US-Verteidigungsministerium plant laut dem Nachrichtensender CBS News, der sich auf Quellen des US-Militärs beruft, detailliert eine mögliche Bodenoperation im Iran. 

Donald Trump vor Angehörigen des US-Militärs


Konkretes Szenario wird ausgearbeitet

CBS News zitiert mehrere "Quellen mit Einblick in die Gespräche", die angeben, dass Militärkommandeure bereits konkrete Anträge zur Vorbereitung eines Szenarios mit Bodentruppen gestellt haben. Anfang des Jahres berichtete der Sender als erster über die Tötung von über 20.000 unbewaffnete Demonstranten im Iran.

Die Vorbereitungen sollen stattfinden, während Präsident Donald Trump über den nächsten Schritt im andauernden Krieg gegen den Iran berät. Laut CBS werden verschiedene Optionen diskutiert, doch es ist unklar, unter welchen Umständen ein Bodeneinsatz tatsächlich sinnvoll wäre.

Trump hält sich alle Optionen offen

"Nein, ich schicke keine Truppen irgendwohin", sagte Trump am Donnerstag im Oval Office vor Reportern. Kurz darauf ließ er durchblicken, dass das Gegenteil eintreten könnte: "Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen ganz sicher nicht sagen."

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, interpretierte die Aussage des 79-jährigen Präsidenten später wie folgt:

"Das Pentagon trifft die Vorbereitungen, um dem Oberbefehlshaber maximale Handlungsfreiheit zu gewährleisten. Das bedeutet nicht, dass der Präsident bereits eine Entscheidung getroffen hat, und wie er gestern im Oval Office sagte, plant er derzeit keinen Einsatz von Bodentruppen."

Militär bereitet sich vor

Auch innerhalb des Militärs laufen laut CBS praktische Vorbereitungen. Unter anderem sollen Treffen darüber stattgefunden haben, wie amerikanische Streitkräfte mit gefangengenommenen iranischen Soldaten und paramilitärischen Gruppen umgehen sollen, falls es zu einer Operation kommt.

Die Vereinigten Staaten bereiten außerdem die Verlegung von Teilen der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten vor. Der Plan umfasst sowohl die schnelle Eingreiftruppe der Armee als auch Expeditionseinheiten des Marine Corps.

Tausende Marinesoldaten sind bereits unterwegs. Drei Kriegsschiffe mit rund 2.200 Soldaten verließen Anfang der Woche Kalifornien. Es handelt sich um die zweite Marineeinheit, die seit Kriegsbeginn entsandt wird, und es könnte noch einige Wochen dauern, bis die Truppe vollständig einsatzbereit ist. Die erste Einheit, die aus dem Pazifik entsandt wurde, ist noch unterwegs.

Sven von Storch

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Kommentare

Da das Kriegsziel des Sturzes der iranischen Regierung bis jetzt nicht  realisiert werden konnte, und es fraglich ist, ob eine noch länger währende Bombardierung Erfolg haben wird, liegt es nahe, daß die USA mit Bodentruppen den Iran angreifen wird. Ob der  militärischen Überlegenheit dürfte dieser  Krieg von den USA leicht gewinnbar sein, auch wenn dann langfristig ein Desaster wie in Afghanistan nicht ausschließar ist. Daß der Angriffskrieg gegen den Iran völkerrechtswidrig und auch sonst nicht irgendwie legitimierbar ist, ist offenkundig, aber genauso offenkundig ist, daß die amerikanische Regierung  das Völkerrecht als völlig irrelevant aburteilt. 

Hans-Peter Klein

23.03.2026 | 13:31

Es fällt auf, das von den aktuell kriegführenden Mächten, namentlich
- USA,
- Israel
- Iran
- Russland,

die ersten Drei (USA, Israel, Iran) von religiösem Wahn befallen zu sein,
mit Ausnahme : Russland.

MfG, HP

Haben die Amis aus Vietnam usw. eigentlich nichts gelernt???

Wie wäre es mit unserem kriegsbesessenen Obergefreiten Bum-Bum-Boris-Pis* und Kiesemedew als Militärberater???

 

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