"Sie ermorden Weiße!"

Trump schließt Südafrika von G20 aus und kürzt Entwicklungshilfe

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, Südafrika nicht zum G20-Gipfel im nächsten Jahr in Miami einzuladen. Gleichzeitig wirft er dem Land vor, einen Völkermord an weißen Farmern zuzulassen – Anschuldigungen, die die schwarze südafrikanische Regierung und westliche linke Medien empört zurückweisen.

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump

Trump mit schweren Vorwürfen gegen Südafrika

Trump veröffentlichte seine Erklärung am gestrigen Mittwoch auf der Plattform Truth Social. Er erinnert daran, dass die Vereinigten Staaten keine hochrangigen Vertreter zum diesjährigen G20-Gipfel in Südafrika entsandt hatten, der Anfang November stattfand. "Um es ganz deutlich zu sagen: Sie ermorden Weiße und nehmen ihnen willkürlich ihre Farmen weg", schreibt Trump über die systematischen Übergriffe, denen Afrikaaner und andere Nachkommen weißer Siedler in Südafrika ausgesetzt sind.

Keine Vertreter Südafrikas beim G20-Gipfel im kommenden Jahr

Der Präsident verknüpft den Völkermord mit seiner Entscheidung, Südafrika nicht zum nächsten G20-Gipfel in den USA einzuladen: "Auf meine Anweisung hin wird Südafrika NICHT zum G20-Gipfel 2026 eingeladen, der nächstes Jahr in Miami, Florida, stattfinden wird", schreibt er. Trump fügt hinzu, dass die USA auch alle Zahlungen und Subventionen an Südafrika einstellen werden.

Linke Medien ebenfalls in der Kritik

Er richtet seine Kritik auch an die amerikanischen Medien, denen er vorwirft, über den Völkermord zu schweigen. In dem Beitrag bezeichnet er insbesondere die New York Times und die "Fake-News-Medien" als Komplizen ihres Schweigens.

Schwarze südafrikanische Regierung reagiert empört

Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa und andere Vertreter haben sich gegen das Bild des Völkermords – zumindest gegen ihre eigene Verantwortung dafür – ausgesprochen. "Das ist nicht die Politik der Regierung", sagte Ramaphosa im Mai, als das Thema Landenteignungen und Gewalt gegen weiße Farmer während eines hitzigen Treffens mit Trump im Weißen Haus zur Sprache kam.

Die G20-Gruppe besteht aus 19 Staaten sowie der EU und der Afrikanischen Union. Der diesjährige Gipfel in Südafrika fand ohne die Anwesenheit hochrangiger US-Vertreter statt, nachdem Trump sich geweigert hatte, seine Völkermordvorwürfe zurückzunehmen. Das Treffen im nächsten Jahr wird im Trump National Doral, dem Golfresort des Familienunternehmens in der Nähe von Miami, abgehalten.

Sven von Storch

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