Jetzt droht Strafverfolgung

Verkaufsplattform "Shein" verkaufte Kindersexpuppen

In Frankreich werden nun rechtliche Schritte gegen Shein eingeleitet, nachdem bekannt wurde, dass der chinesische E-Commerce-Riese Kindersexpuppen zum Verkauf anbot. Die Regierung erwägt ein vollständiges Verbot der Plattform.

Puppe auf der Verkaufsplattform Shein

Tatbestände der Kinderpornographie erfüllt
Die französische Verbraucherschutzbehörde DGCCRF hat Shein bei der Staatsanwaltschaft in Paris angezeigt, nachdem auf der Website des Unternehmens kindähnliche Sexpuppen entdeckt worden waren. Die Behörde erklärt, die Beschreibung und Kategorisierung der Produkte ließen „kaum Zweifel an der kinderpornografischen Natur der Inhalte“. Wirtschaftsminister Roland Lescure warnt vor harten Maßnahmen gegen die Plattform. „Sollte sich dieses Verhalten wiederholen, werde ich ein Verbot des Zugangs zur Shein-Plattform auf dem französischen Markt beantragen“, sagte er gegenüber französischen Medien.

Verstoß unter anderem gegen DSA
Der Fall wurde auch an die Medienaufsichtsbehörde ARCOM weitergeleitet, die in Frankreich für die Umsetzung des EU-Gesetzes zur digitalen Überwachung und Zensur, des französischen Gesetzes über digitale Dienste (DSA), zuständig ist. Laut dem Büro der französischen Digitalministerin Anne Le Henanff kann die Sperrung von Webseiten in Frankreich durch ein Gericht oder eine Verwaltungsanordnung erfolgen, die die Entfernung illegaler Inhalte innerhalb von 24 Stunden vorschreibt.

Shein wurde bereits aktiv
Die betreffenden Produkte seien „unverzüglich von der Plattform entfernt“ worden, und das Unternehmen nehme die Situation „äußerst ernst“, schrieb Shein-Sprecher Quentin Ruffat in einer E-Mail an Euractiv. Shein wird von der französischen Digitalaufsichtsbehörde (DSA) seit April 2024 als sehr große Plattform (VLOP) eingestuft. Die Europäische Kommission hat noch keine formelle Untersuchung gegen das Unternehmen eingeleitet, forderte aber im Februar Informationen über den Verkauf illegaler Produkte an. Kommissionssprecher Thomas Regnier erklärte, Brüssel verfolge den französischen Fall aufmerksam. „Wir stehen in engem Kontakt mit unseren französischen Kollegen. Wir werden gegebenenfalls unverzüglich handeln, aber derzeit läuft das Verfahren noch in Frankreich“, sagte er.

Sven von Storch

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Comments

Und wieder einmal könnte man sagen der Shein trügt .Bei EU -Politikern wissen wir es ja schon lange ;sie sprechen vom heiligen Schein,haben allerdings den Höllenfeuerschein  schon unter den Füßen .

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