Norwegens ehemaliger Ministerpräsident in Epstein-Skandal verwickelt

Jagdland schrieb in Mail von "fantastischen jungen Frauen" auf der Epstein-Insel

Neu veröffentlichte Dokumente belegen E-Mails zwischen dem ehemaligen norwegischen Ministerpräsidenten Thorbjørn Jagland und Jeffrey Epstein, in denen von "fantastischen jungen Frauen" die Rede ist. 

Thorbjörn Jagdland und die Epstein-Insel


Widerspruch zu bisherigen Aussagen

Die E-Mails widersprechen Jaglands früheren Behauptungen, seine Kontakte zu dem Sexualstraftäter hätten sich ausschließlich auf "normale diplomatische Aktivitäten" beschränkt. In zwei E-Mails aus den Jahren 2012 und 2013 werden "fantastische junge" Mädchen erwähnt. 

Anwalt bezweifelt Echtheit der Dokumente

Jaglands Anwalt Sigurd Klomsæt hält die Informationen für falsch und bezweifelt die Echtheit der Dokumente. "Es hat sich herausgestellt, dass die Echtheit des eingereichten Materials weiter geprüft werden muss. Er möchte klarstellen, dass er nie Kontakt zu Epstein im Zusammenhang mit seinem Privatleben und Kontakten zu jungen Mädchen hatte", schreibt Klomsæt an die NTB. Als Jagland mit den E-Mails konfrontiert wird, will er sich selbst nicht zum Inhalt äußern. "Stündlich erreichen mich E-Mails und Behauptungen, und es ist unmöglich festzustellen, was wahr und was falsch ist. Daher kann ich mich nicht ständig dazu äußern, insbesondere angesichts meiner privaten Situation", schreibt Jagland in einer SMS an die Zeitung. 

Um finanzielle Hilfe von Epstein gebeten

Andere Dokumente belegen, dass Jagland Epstein um finanzielle Unterstützung für einen Hauskauf in Oslo gebeten haben soll und dass sie sich mehrmals trafen, unter anderem in Straßburg, New York und Paris. Jagland bestätigt lediglich ein Treffen in Straßburg. "Ich stimme dem Premierminister zu, dass ich durch den Kontakt zu Jeffrey Epstein ein schlechtes Urteilsvermögen bewiesen habe. Wie ich bereits sagte, hätte ich diesen Kontakt niemals aufgenommen, wenn ich gewusst hätte, was wir heute wissen", schreibt Jagland in einer Stellungnahme gegenüber Aftenposten. Laut NTB wird Jagland seine Gesamtansicht zu den Vorwürfen in Kürze schriftlich darlegen.

Auch die norwegische Kronprinzessin hatte Kontakt zu Epstein

Neue Dokumente aus den Epstein-Ermittlungen belegen, dass nicht nur Prinzessin Sofia, sondern auch die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit über mehrere Jahre hinweg intensiven Kontakt zu Jeffrey Epstein hatte. Die jüngsten Dokumente zeigen, dass Mette-Marit häufig darin auftaucht und der Kontakt zu Epstein zwischen 2011 und 2014 stattfand, berichten norwegische Medien. Sie wird in den Dokumenten über tausend Mal erwähnt. Die Kronprinzessin hatte zuvor offen über mehrere Treffen mit Epstein gesprochen. Nach den neuen Informationen entschuldigte sie sich für die Kontakte.

Sven von Storch

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Kommentare

Das ist sicher nur einer von wahrscheinlich nicht wenigen Regierenden weltweit, die an diesen Sex-und Vergewaltigungsverbrechen Minderjähriger und sehr junger Mädchen/Frauen - vielleicht auch Jungen, denn jedem wurde sicher sein Wunsch erfüllt - mitgemacht haben, was wieder einmal beweist, dass die größten Schurken und schlimmsten Verbrechen "ganz oben" angesiedelt und zu finden sind. Aber das ist ja nichts Neues!

Ekkehardt Fritz Beyer

05.02.2026 | 07:25

... „Widerspruch zu bisherigen Aussagen“ ... „Um finanzielle Hilfe von Epstein gebeten“ ... „Auch die norwegische Kronprinzessin hatte Kontakt zu Epstein“ ...

Was gar nicht anders ging, weil besonders am deutschen Wesen https://www.3sat.de/gesellschaft/politik-und-gesellschaft/das-kentler-experiment-staatlich-finanzierter-kindesmissbrauch-100.html die Welt genesen mag??????? 

https://www.3sat.de/gesellschaft/sex-macht-und-luegen/sex-macht-und-luegen-hinter-palastmauern-102.html 

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