Nach Bekanntwerden enger Kontakte zu und mit Epstein

Erste UN-Frau eines arabischen Landes in den sozialen Medien ausgelöscht

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Informationen über eine hochrangige Menschenrechtsbeauftragte gelöscht, nachdem bekannt wurde, dass sie E-Mail-Kontakt mit Jeffrey Epstein hatte und ihn mit ihrer Schwester zu einem Besuch lockte.

Hind al-Qwais


Webseitensuche greift ins Leere

Mehrere offizielle Websites führen nun zur Fehlermeldung "404 Seite nicht gefunden", wie verschiedene Medien berichten. Der Fall betrifft Hind al-Owais, die ehemalige Vorsitzende des Ständigen Ausschusses für Menschenrechte des Landes, der 2019 gegründet wurde. 2015 wurde sie als erste Frau aus den Emiraten in ein internationales Amt im UN-Hauptquartier berufen. 

Mailaustausch und Besuche

Laut den neuesten Epstein-Dokumenten des US-Justizministeriums tauschte al-Owais zwischen November 2010 und Dezember 2012 E-Mails mit Epstein aus – also nach dessen Verurteilung im Jahr 2008 wegen Anwerbung einer Minderjährigen zur Prostitution. In einer E-Mail vom Januar 2012 schrieb sie: "Bist du in der Stadt? Meine Schwester ist hier und ich habe ihr schon so viel von dir erzählt … Ich möchte, dass sie dich kennenlernt … Sag mir Bescheid, wann! Küsschen, Hind." 

Freude über die von Epstein ausgesprochene Einladung 

Als Epstein al-Owais und ihre Schwester zum Mittagessen einlud, antwortete sie, dass sie sich sehr darauf freue, ihre Schwester vorzustellen: "Sie ist noch hübscher als ich!" Hinweise auf Hind al-Owais’ Mission wurden inzwischen von der Website des Komitees sowie von ihren Instagram-, X- und LinkedIn-Profilen entfernt. Eine Seite der Anwar Gargash Diplomatic Academy, auf der sie als Moderatorin aufgeführt war, ist nicht mehr verfügbar. 

Hind al-Qwais aus etlichen Dokumenten verschwunden

Ihr früheres Profil als Rednerin beim Weltregierungsgipfel, in dem sie als „Senior Vice President of International Participants at Expo 2020“ beschrieben wurde, leitet nun ebenfalls auf die Startseite weiter. Jeffrey Epstein wurde später wegen Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung angeklagt und starb 2019 in Bundeshaft. Sein Tod wurde offiziell als Selbstmord eingestuft. Hind al-Owais hat sich zu den Berichten nicht öffentlich geäußert.

Sven von Storch

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Kommentare

warum die Musels ihren Frauen einen Sack über den Kopf ziehen . Könnte dies nicht auch bei uns nützlich sein wenn man den Auftritt so mancher besserwisserrischer Tusse bei uns sieht? Einschließlich Ausgehverbot ohne männliche Begleidung. 

Dieser weltumfassende Epstein-Sumpf-Skandal macht offensichtlich vor nichts und niemandem Halt. Auch nicht vor den nicht gerade Frauen freundlichen, islamischen Emiraten. Und nicht einmal vor Mitarbeitern und Angestellten der UNO. Da werden uns sicher in der nächsten Zeit noch so einige Personen - egal, ob männlich oder weiblich - aus so einigen Ländern und weltweit wichtigen Organisationen etc. präsentiert werden, die da mit drinstecken und nun am Pranger stehen. Wer aber von denen tatsächlich zur Rechenschaft gezogen, also vor Gericht landen und ggf. verurteilt werden würde, das werden wohl nur die "kleinen Fische" sein. Was "man" damit vermutlich viel mehr bezweckt ist wahrscheinlich eher, dem Ansehen dieser Länder und Regierungen sowie den Organisationen zu schaden, woher diese Personen stammen - mit möglicherweise gewissen Konsequenzen für diese Länder, Regierungen, Königshäuser und Organisationen.

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