Vereinte Nationen machen Rechnung für Wiederaufbau von Gaza auf

Mindestens 70 Milliarden US-Dollar werden fällig

Die Regierungen zahlreicher europäischer und arabischer Länder, Kanada und die USA sind angeblich bereit, den Wiederaufbau des Gazastreifens zu finanzieren. Die Steuerzahler der Länder müssen finanziell bluten, nicht die Regierungsmitglieder.

Luftbilder vom Norden Gazas vor und nach dem Krieg

Mindestens 70 Milliarden US-Dollar über Jahrzehnte

Die Kosten werden auf 70 Milliarden Dollar geschätzt, und die Arbeiten könnten Jahrzehnte dauern, so das UN-Entwicklungsprogramm UNDP. »Wir haben sehr positive Rückmeldungen von mehreren unserer Partner erhalten, darunter europäische Akteure und Kanada«, sagte Jaco Cilliers vom UNDP gegenüber Reuters und fügte hinzu, dass auch Gespräche mit den USA im Gange seien. 

Schwere Schäden in Gaza-Stadt

Während des zweijährigen Krieges nach dem brutalen Terrorüberfall der Hamas am 7. Oktober 2023 wurden in Gaza Gebäude, Straßen und Infrastruktur zerstört. Die Bombenangriffe haben laut UNDP mindestens 55 Millionen Tonnen Schutt hinterlassen – das entspricht dem 13-fachen Gewicht der Pyramiden in Ägypten. Das UN-Satellitenzentrum UNOSAT schätzt, dass etwa 83 Prozent aller Gebäude in Gaza-Stadt beschädigt wurden. 

Erst muss der Schutt beseitigt werden

Das UNDP gibt an, bereits rund 81.000 Tonnen Schutt beseitigt zu haben, doch dieser Umfang erfordere langfristige Anstrengungen, berichtet Reuters. Seit Inkrafttreten des Waffenstillstands sind zahlreiche Palästinenser in die Ruinen ihrer Häuser zurückgekehrt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden im Gazastreifen wurden während des Krieges rund 68.000 Menschen getötet, die Zahl der Todesopfer steigt nach dem Waffenstillstand weiter an, da neue Leichen aus den Trümmern geborgen werden können.

Zahlungsbereitschaft des Westens

Laut ersten Meldungen sollen sich zahlreiche westliche Regierungen im Rahmen der Friedensgespräche in Sharm el Sheikh bereits erklärt haben, sich finanziell am Wiederaufbau Gazas beteiligen zu wollen. Die Geldmittel dafür müssen natürlich die Steuerzahler der einzelnen Staaten aufbringen und nicht etwa die Regierungsmitglieder. Befragt, ob sie das auch wirklich so wollen, wurden die Steuerzahler allerdings wie üblich nicht.

Sven von Storch

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Comments

Bei den "europäischen Akteuren" wird natürlich Deutschland ganz vorne mit dabei sein! Schließlich hat Merz bei Miosga betont, daß er beim Wiederaufbau des Gazastreifens "für Deutschland eine führende Rolle" sieht.

Ähnliches gilt dann mit Sicherheit auch einmal für den Wiederaufbau der Ukraine.

Und bei der Aufrüstung Europas oder der Finanzierung der WHO gilt das auch.

Wie schön, daß Deutschland unter Merz wieder eine "führende Rolle" spielt!

Mindestens 70 Mrd? Das dürfte wohl weit zu wenig sein. Und? - Was habe ich mit Israel und Gaza-Streifenn zu tun? - Nichts. Es sollen die bezahlen, die den Krieg angezettelt und durchgeführt haben. Hierbei ist auch die Vorgeschichte zu betrachten die ursprüngliche Absicht einer Zweistaatenlösung und ihre dauernde Verhinderung, die Siedlungspolitik - und natürlich die aktuellen etwas einseitigen Interessen.

Klar doch, was sollen wir denn noch alles zahlen? Wer will noch mal,  wer hat noch nicht... Und bevor da auch nur ein Cent fließt, bleibt abzuwarten, wer dort demnächst das Sagen hat. Die Hamas geht gerade gegen bewaffnete Clans und lokale Milizen vor. US-Zeitungen berichten daüber: "Laut Berichten des israelischen Senders "Ynet" brach die Gewalt aus, als Hamas-Kämpfer das Viertel Sabra in Gaza-Stadt überfielen, in dem ein Clan namens Doghmush lebt, der auch als Miliz der Al-Doghmush-Familie bekannt ist. "Sie verhafteten alle Jugendlichen, stellten sie an Wände auf, richteten Waffen auf ihre Köpfe. Hier gibt es ein Massaker", sagte ein anderes Mitglied des Doghmush-Clans. Insgesamt wurden laut "Ynet" 52 Mitglieder des Doghmush-Clans und 12 Hamas-Kämpfer getötet." Mir ist völlig schleierhaft, wie man mit den Terroristen Frieden halten will. Mehr, als Blutvergießen (egal wessen Blut), haben die nicht auf Lager; das ist deren einziger Lebensinhalt. Oder glaubt wirklich jemand, dass die Terroristen von heute, morgen einen Gewürzstand aufmachen, oder zum Maurer und Dachdecker umsatteln? So naiv kann man doch nicht sein, oder?

Wieder eine super Gelegenheit für Canceler Merze auch zur Weihnachtszeit wieder im Mittelpunkt zu stehen ,nachdem er zuvor bei Friedensverhandlungen  neben einer Topfpflanze platziert,eher im Außenbereich wenig glänzte.

Hierbei könnte der Parteienkoffer ,den er stehen lassen will, mit Merzes Sondervermögen ,eine weitere Rolle des Bürgers Steuergeldverschwendung spielen ?

Sicherlich gibt es dafür wieder Sonderauszeichnungen für Merz ,dessen Hals unter den "Schwergewichtsmedaillen "  immer mehr in die Knie zwingen wird .

Doch die überaus positive Einstellung unseres Ab-Cancelers  wird auch seine Zukunft weiter sichern ,während immer mehr Rentner ihrer Rente hinterher rennen dürfen !

Die Tricks mit den "stehenden Koffern " kennen wir schon zu genüge von Hr.Kohl oder Hr. Schäubele .

Die Wahlprognosen für eine AfD sollten demnächst weit über 50% ausfallen ,damit sich solche Regierungsparteien mit Merze ,für kommende Jahre etwas von ihrer schweren Preislast erholen können !

Es ist schon belastend ,wenn man seinen Hals nicht mehr so wenden kann und zwischen zwei Stühlen platziert wird !

 

 

Glass Steagall Act

15.10.2025 | 11:31

Ich sehe schon die Schlagzeilen in den deutschen Nachrichten, „Deutschland übernimmt 35 Milliarden für den den Aufbau im Gaza“. Und in den Alternativen Medien liest man dann, dass sich die Black Rock Investoren freuen, da sie am Aufbau verdienen!

Ist ja auch genauso für die Ukraine geplant!

Ekkehardt Fritz Beyer

15.10.2025 | 13:42

... „Die Steuerzahler der Länder müssen finanziell bluten, nicht die Regierungsmitglieder“!!!

 

Da die die Steuern - besonders in Deutschland fair(?) und einheitlich(?) erhoben werden? „Sie fließen in den Staatshaushalt und sind an keinen festen Zweck gebunden. Das bedeutet: Die Steuergelder, die z. B. mit der Kraftfahrzeugsteuer eingenommen werden, müssen nicht zwangsläufig in den Straßenbau fließen.“ ...

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren…

 

Was nur ganz am Rande geschieht, weil sie in erster Linie gegen Russland an die Ukraine – aber auch nach Gaza etc. – per wohl wessen Order zu verschenken sind???

 

Weil Deutschland durch nach Belgien die höchsten Steuern weltweit reich ist 

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/oecd-studie-nur-dieses…

– und selbst die ´verbliebenen` Indigen die Zahl der Belgier im Moment noch ´weit` in den Schatten stellt???????  

Else Schrammen

15.10.2025 | 14:34

Ich finde, die Hama-Bonzen, die noch gut und gerne in Katar leben und auf Millionen Dollar sitzen, sollten für den Wiederaufbau auch ihr Scherflein beitragen, anstatt neue Waffen für die "Kämpfer" zu besorgen. Und was die zig Tonnen Schutt in Gaza angeht, reaktiviert doch einfach die alten deutschen Trümmerfrauen. Die kennen sich mit Schutt wegräumen aus und benötigen bestimmt keine Jahrzehnte. Hätte Deutschland damals statt der Frauen die UNDP vor Ort gehabt, wir säßen heute noch in den Trümmern!

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