Anders als bei Corona - spezifische Gruppen sollen von Einschränkungen befreit sein

WHO_ Auftreten von Affenpocken sollte LGBTQI+ Stolzparaden nicht aufhalten

Die weltweite Ausbreitung von Affenpocken bedeutet nicht, dass die Menschen in diesem Sommer auf LGBTQI+ Pride Paraden und Partys verzichten sollten, riet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag.

Andy Seale, Strategieberater in der WHO-Abteilung für globale HIV-, Hepatitis- und sexuell übertragbare Infektionsprogramme, sagte bei einem WHO-Briefing in den sozialen Medien in Genf, Schweiz: »Es ist wichtig, dass Menschen, die ausgehen und Gay Pride, LGBTQ+ Pride, feiern wollen, dies auch weiterhin tun und planen,« wie Breitbart News berichtete.

»Da es sich nicht um eine Krankheit von Homosexuellen handelt, sind die Übertragungswege für alle gleich«, so Seale weiter. »Die Ratschläge sind für alle Menschen ziemlich gleich.«

WHO-Experten hatten die Hypothese aufgestellt, dass Sex auf zwei kürzlich stattgefundenen Raves in Europa zur Ausbreitung des Virus beigetragen hat, sind aber noch nicht zu einem endgültigen Schluss gekommen.

Nach Angaben der Organisation wurden mehrere Fälle unter Männern gemeldet, die homosexuellen Sex haben, aber da die Fälle in Kliniken für sexuelle Gesundheit festgestellt wurden, könnten sie auf ein »positives, gesundheitsförderndes Verhalten« zurückzuführen sein.

Wie Breitbart News berichtete, hat die Aids-Hilfsorganisation der Vereinten Nationen (UNAIDS) zuvor einige Berichte über das Affenpockenvirus als rassistisch und homophob angeprangert und davor gewarnt, dass eine unverantwortliche Sprache die Reaktion auf den Ausbruch der Krankheit unterminiert, die weltweit immer mehr um sich greift.

Seit Großbritannien am 7. Mai erstmals einen bestätigten Fall von Affenpocken meldete, wurden der WHO fast 400 Verdachtsfälle und bestätigte Fälle in fast zwei Dutzend Ländern gemeldet, die weit von den Staaten entfernt sind, in denen das Virus endemisch ist.

Der Name Affenpocken geht auf die erste Entdeckung des Virus bei Affen in einem dänischen Labor im Jahr 1958 zurück. Der erste Fall beim Menschen wurde 1970 bei einem Kind in der Demokratischen Republik Kongo festgestellt.

Das Affenpockenvirus wird durch engen Kontakt mit Läsionen, Körperflüssigkeiten, Tröpfchen aus der Atemluft und kontaminierten Materialien wie Bettzeug von Mensch zu Mensch übertragen. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel sechs bis 13 Tage, kann aber auch zwischen fünf und 21 Tagen liegen. Die Affenpocken werden in den Medien und in der Politik so gefördert, als seien sie eine neue »Corona-Pandemie.«

Sven von Storch

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