In der vergangenen Woche, während Israel seine militärischen Operationen im Gazastreifen fortsetzte, versammelten sich in Washington, D.C. einflussreiche Persönlichkeiten der politischen Rechten zur vierten National Conservatism-Konferenz. Diese Veranstaltung wurde von Yoram Hazony organisiert, einem israelisch-amerikanischen Denker, Schriftsteller und ehemaligen Redenschreiber von Benjamin Netanyahu. Laut Historikerin Suzanne Schneider, die in der aktuellen Episode des Podcasts Know Your Enemy zu Gast war, strebt Hazony danach, Israels Modell der nationalen Souveränität und Selbstbestimmung als Inspiration für andere Länder zu präsentieren. Der zunehmende Einfluss des Nationalkonservatismus in den USA und darüber hinaus deutet darauf hin, dass seine Ideen auf breite Zustimmung stoßen.
Für Hazony basiert die Legitimität von Nationen nicht auf der Zustimmung der Regierten, sondern auf göttlicher Bestimmung. Er vertritt die Ansicht, dass Nationen durch einen göttlichen Bund legitimiert sind und dass die politische Gemeinschaft auf unveränderlichen und vererbten Verpflichtungen beruht, die von der Kernfamilie über den Clan bis hin zum Stamm reichen. Diese Perspektive fördert die Vorstellung von souveränen, selbstbestimmten Staaten, die ihre eigenen Werte und Prioritäten hochhalten. Wenn Israel als von Gott gegebenes Heimatland der Juden betrachtet wird, stellt sich die Frage, ob andere Nationen ebenfalls ihre eigene kulturelle und historische Identität betonen sollten.
Die Vision von Hazony und die Ansichten, die auf der National Conservatism-Konferenz vertreten werden, finden Anklang bei vielen Teilnehmern, darunter Unterstützer von Präsident Trump wie Senator Josh Hawley und Mike Lee, katholische Denker wie Gladden Pappin und Chad Pecknold, sowie andere prominente Stimmen aus dem nationalistischen Spektrum. Diese Persönlichkeiten schätzen die Klarheit, mit der Hazony über nationale Identität und Souveränität spricht, und sehen in seinem Modell eine wertvolle Grundlage für Diskussionen über die Rolle des Staates und der Gemeinschaft in der modernen Welt.
Für weiterführende Lektüre und Informationen:
- Suzanne Schneider, „Light Among the Nations“, Jewish Currents (2023)
- „Wie Israels Modell der nationalen Selbstbestimmung global inspirierend wirkt“, Dissent (2024)
- „Beyond Athens and Jerusalem“, Strange Matters (2024)
- „A Note on Means and Ends“, Dr. Small Talk (Suzanne’s Substack) (2024)
- Yoram Hazony, „The Virtue of Nationalism“ (2018)
- „Conservatism: A Rediscovery“ (2022)
- Sarah Jones, „The Authoritarian Plot“ (Live von NatCon 4), New York Magazine (2024)
Für weitere Podcasts und Diskussionen:
- „The Rise of Illiberal Right“, Know Your Enemy (2019)
- „Return of the National Conservatives“, Know Your Enemy (2021)


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