Wie LifeSiteNews berichtet, lagert der Bestand derzeit in Belgien und soll in Frankreich verbrannt werden. Betroffen sind unter anderem Antibabypillen, Implantate, Spritzen und Spiralen, die noch von der Biden-Regierung angeschafft worden waren. Zwei der weltweit größten Abtreibungslobby-Organisationen – die International Planned Parenthood Federation und MSI Reproductive Choices – boten an, den Vorrat zu übernehmen. Ein Verkauf wäre jedoch ein direkter Verstoß gegen die »Mexico City Policy« gewesen, die unter Trump wieder in Kraft gesetzt wurde.
Rückkehr der »Mexico City Policy«
Die »Mexico City Policy« verbietet es Nichtregierungsorganisationen, US-Steuergelder für Abtreibungen im Ausland einzusetzen. Erstmals unter Ronald Reagan eingeführt, wurde sie von jedem republikanischen Präsidenten wieder in Kraft gesetzt und von demokratischen Präsidenten wieder aufgehoben. Trump stellte klar, dass diese Politik nicht nur beibehalten, sondern konsequent durchgesetzt werde. Dazu gehört auch die Ablehnung von Programmen, die unter dem Vorwand »Familienplanung« Zwangssterilisationen oder aggressive Bevölkerungskontrolle fördern.
Zusätzlich greift die Trump-Regierung auf die »Hyde Amendment«-Regelung zurück, die seit Jahrzehnten den direkten Einsatz von Bundesgeldern für Abtreibungen im Inland – mit wenigen Ausnahmen – untersagt. Unter Biden war versucht worden, diese Schutzklausel zu streichen.
Politischer und moralischer Bruch mit der Vorgängerregierung
Für Befürworter des Lebensschutzes ist die Vernichtung dieses Bestands ein Symbol dafür, dass die USA sich nicht länger als Förderer einer globalen Abtreibungsagenda missbrauchen lassen. Kritiker hingegen werfen Trump vor, armen Ländern dringend benötigte »reproduktive Gesundheitsmittel« zu entziehen – ein Euphemismus, der in Wahrheit die gezielte Tötung ungeborener Kinder verschleiert.
Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Neuorientierung der US-Politik: Gelder für pro-abtreibende NGOs werden gestrichen, staatliche Programme, die Abtreibung fördern, eingefroren, und neue Gesetze wie das »One Big Beautiful Bill Act« sollen Abtreibungsanbieter für mindestens ein Jahr von öffentlichen Geldern abschneiden. Auch wenn gerichtliche Auseinandersetzungen bevorstehen – die Botschaft ist eindeutig: Die Ära der staatlich finanzierten Abtreibung, im In- wie im Ausland, ist vorbei.


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