Römische Katholiken wurden als »extremistische Gewalttäter« eingestuft

USA_ FBI verfolgt Katholiken in weitaus größeres Ausmaß als ursprünglich behauptet

Das FBI begründete Zensur von Dokumenten mit laufenden strafrechtlichen Ermittlungen. Kritiker stellen den Zeitpunkt der Veröffentlichung und die Absichten des FBI in Frage.

In einer überraschenden Wendung haben jüngste Enthüllungen Licht auf die gezielte Verfolgung von Katholiken durch das FBI geworfen, was früheren Behauptungen über einen begrenzten Umfang widerspricht, berichtet Zero Hedge. Ein durchgesickertes Dokument des FBI-Büros in Richmond bezeichnete römische Katholiken zunächst als »gefährdet, extremistische Gewalttaten zu begehen«, doch die Behörde tat dies als das Werk einer einzelnen »abtrünnigen Außenstelle« ab. Ein weniger geschwärztes internes FBI-Dokument, das vom Justizausschuss des Repräsentantenhauses veröffentlicht wurde, deutet jedoch auf umfangreichere Bemühungen hin, als bisher zugegeben wurde.

Der Vorsitzende Jim Jordan (R-OH) bittet nun um zusätzliche Informationen. Das durchgesickerte Dokument, das im Februar auftauchte, beschrieb "radikal-traditionalistische Katholiken", die die lateinische Messe besuchen, als Anhänger von Ideologien wie "antisemitisch, einwandererfeindlich, gegen LGBTQ und weißer Vorherrschaft gerichtet". Diese Einschätzung beruhte Berichten zufolge auf Informationen von liberalen Nachrichtenagenturen. Das FBI distanzierte sich zunächst, bezeichnete den Bericht als nicht seinen Standards entsprechend und schrieb ihn einer einzelnen Außenstelle zu. FBI-Direktor Christopher Wray versicherte, dass eine interne Untersuchung eingeleitet wurde.

Ein kürzlich veröffentlichtes Dokument widerspricht jedoch dieser Darstellung. Der Bericht deutet darauf hin, dass die Informationen über Katholiken von mehreren FBI-Kontakten in verschiedenen Büros stammten. Die FBI-Außenstelle in Los Angeles leitete eine Untersuchung zu einem Thema ein, während die Außenstellen in Richmond und Portland sich bei der Erstellung des Feldberichts abstimmten.

Die Tatsache, dass die Büros in Los Angeles und Portland in dem Dokument, das dem Kongress im März vorgelegt wurde, zunächst unkenntlich gemacht wurden, hat Bedenken ausgelöst. Das FBI begründete diese Schwärzungen mit laufenden strafrechtlichen Ermittlungen. Kritiker, darunter auch das Journal, stellen den Zeitpunkt der Veröffentlichung und die Absichten des FBI in Frage.

Während der Vorsitzende Jordan auf eine Klärung drängt, bleiben Fragen über die Genauigkeit der Aussage von FBI-Direktor Wray und das wahre Ausmaß der gezielten Angriffe auf Katholiken offen. Die sich entfaltenden Enthüllungen unterstreichen die Notwendigkeit von Transparenz und Rechenschaftspflicht innerhalb der Strafverfolgungsbehörden.

Sven von Storch

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