Jüngste Berichte bestätigen, dass die Vereinigten Staaten die Ukraine heimlich mit Langstrecken-Marschflugkörpern beliefert haben, was eine erhebliche Eskalation des Konflikts mit Russland darstellt. Ein US-Beamter, der anonym bleiben wollte, enthüllte diese Militärhilfe in einem Reuters-Bericht vom Mittwoch, den 24. April, wie The European Conservative berichtet.
Die taktischen Raketensysteme der Armee (ATACMS) mit einer Reichweite von 300 km sind Teil des 300-Millionen-Dollar-Militärhilfepakets, das Präsident Biden am 12. März genehmigt hatte. Einzelheiten über die Menge der Raketen wurden nicht bekannt gegeben. Ein weiteres Waffenpaket im Wert von 1 Milliarde Dollar, das diese Woche genehmigt wurde, enthält jedoch zusätzliche Langstreckenraketen für die Ukraine.
Auf einer Pressekonferenz bestätigte der nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses, Jake Sullivan, die laufenden Raketenlieferungen als Reaktion auf Russlands anhaltende Angriffe auf kritische ukrainische Infrastrukturen.
Zu den früheren Lieferungen gehörten ATACMS mittlerer Reichweite, die im vergangenen September an die Ukraine verteilt wurden. Trotz des anfänglichen Widerstands sowohl des Pentagons als auch Russlands konnten die Bedenken durch Verhandlungen mit Lockheed Martin über neue Raketen zerstreut werden. Seit März hat die Ukraine die ATACMS-Langstreckenraketen zweimal eingesetzt, am 17. April gegen einen Flugplatz auf der Krim und gegen russische Streitkräfte im Südosten der Ukraine.
Während Kiew die Lieferung feiert, werden Befürchtungen hinsichtlich einer möglichen Eskalation laut. Moskau hat die Entscheidung der USA verurteilt und vor weiteren Übergriffen auf ukrainisches Gebiet gewarnt, um russische Interessen zu schützen. Russische Beamte bezeichnen die Zusicherungen der USA und der Ukraine, die Raketen würden nicht gegen russische Ziele eingesetzt, als "besonders zynisch".
Die Stationierung von Langstreckenraketen in der Ukraine verschärft die Spannungen und birgt die Gefahr eines umfassenderen Konflikts, dessen Auswirkungen über die Region hinausreichen. Moskau empfindet ein solches Vorgehen als Provokation, die das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen der NATO und Russland noch weiter verschärfen könnte.
Die internationale Gemeinschaft verfolgt die Entwicklung der Lage aufmerksam und ist besorgt über das Potenzial für eine weitere Destabilisierung und Konflikteskalation in der Region.


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