Die Vereinten Nationen gaben am Montag bekannt, dass neun Mitarbeiter der UNRWA, der Flüchtlingshilfsorganisation für Palästina, entlassen werden, da sie möglicherweise an den von Hamas geführten Angriffen auf Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt waren. Diese Entscheidung folgt auf monatelange Ermittlungen und Anschuldigungen seitens Israels, berichtet Zero Hedge.
UN-Vizesprecher Farhan Haq bestätigte, dass alle neun Mitarbeiter nach einer Untersuchung entlassen werden, die auf offizielle Vorwürfe Israels zurückgeht. Diese Anschuldigungen besagen, dass UNRWA-Mitarbeiter in die Terroranschläge verwickelt waren, bei denen etwa 1.200 Menschen in der Nähe der Grenze zu Gaza getötet und 251 Israelis und Ausländer als Geiseln genommen wurden.
Schon zuvor hatten die meisten Länder ihre Finanzierung der UNRWA eingestellt. Der vollständige Name der Organisation lautet United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East. Israelische Berichte hatten angegeben, dass mindestens ein Dutzend lokale palästinensische Mitarbeiter an dem Angriff beteiligt waren. Insgesamt wurden 19 Mitarbeiter untersucht.
Diese Entwicklung markiert eine bedeutende Kehrtwende von der Haltung der Agentur im März, als sie behauptete, einige ihrer Mitarbeiter seien von den israelischen Sicherheitsdiensten unter Druck gesetzt worden, falsche Geständnisse abzugeben. In den USA führte dies ebenfalls zu Kontroversen, da Washington einen erheblichen Teil der Finanzierung der UN-Agentur stellt.
Israelische Beamte hatten zwischenzeitlich behauptet, dass insgesamt 450 UNRWA-Mitarbeiter in terroristische Organisationen verwickelt seien. Die UNRWA beschäftigt insgesamt 13.000 Personen in Gaza.
Die UN-Agenturen beschäftigen in der Regel die meisten Mitarbeiter in ihren lokalen Länderbüros, während die Zahl der diplomatisch akkreditierten Mitarbeiter deutlich geringer ist und aus stark überprüften Personen besteht.
In seiner Stellungnahme gab Haq keine genauen Details über die Beteiligung der neun entlassenen Mitarbeiter an den Angriffen vom 7. Oktober bekannt. »Für uns ist jede Beteiligung an den Angriffen ein massiver Verrat an der Arbeit, die wir im Namen des palästinensischen Volkes leisten sollen«, sagte er.
Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) reagierten auf den Bericht und erklärten, dass die Entlassung der Mitarbeiter zeige, dass die UNRWA einen »neuen Tiefpunkt« erreicht habe.
Bereits im Januar hatte Israel dem Wall Street Journal ein Geheimdienstdossier übermittelt, das die 12 lokalen UN-Mitarbeiter mit Verbindungen zu den Angriffen am 7. Oktober identifizierte. Darin wurde detailliert beschrieben, wie einige UNRWA-Mitarbeiter tatsächlich an den grenzüberschreitenden Überfällen teilnahmen oder Logistik für den Angriff koordinierten.
Trotz der Schwere der Anschuldigungen und der Untersuchungen behielt die UN in ihrer Pressemitteilung alle Details darüber, was der Gruppe vorgeworfen wird oder welche Informationen bestätigt oder bewiesen wurden, für sich.


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