Einladung durch König Charles geplant

Trump_ Klingt gut! – US-Präsident zeigt Bereitschaft zum Beitritt zum Commonwealth

Donald Trump erwägt ernsthaft, die Vereinigten Staaten dem Commonwealth of Nations anzuschließen – ein historischer Schritt, der die transatlantische Allianz stärken und Chinas Einfluss in Afrika zurückdrängen könnte.

Ein symbolischer Schritt mit geopolitischer Sprengkraft: Laut einem Bericht der Sun, zitiert von Breitbart, erwägt der britische König Charles III., Donald Trump bei dessen bevorstehendem Staatsbesuch in Großbritannien formell einzuladen, den USA den Beitritt zum Commonwealth of Nations zu ermöglichen. Präsident Trump zeigte sich sofort offen: »I love King Charles. Sounds good to me!«, erklärte er am Freitagabend.

Der Commonwealth ist ein freiwilliger Zusammenschluss von derzeit 56 Staaten – viele davon ehemalige Kolonien des Britischen Empire. Anders als die Europäische Union basiert diese Staatengemeinschaft nicht auf zentralistischen Eingriffsbefugnissen, sondern auf gemeinsamen Werten, kulturellem Erbe und unabhängiger Kooperation. Trump, dessen Mutter von den schottischen Hebriden stammt, wird als ausgesprochen britenfreundlicher US-Präsident gesehen – im Gegensatz zu seinem Vorgänger Biden, der in Großbritannien als einer der »anti-britischsten« Präsidenten der jüngeren Geschichte gilt.

Ein möglicher Beitritt der Vereinigten Staaten zum Commonwealth könnte Washington eine strategische Plattform bieten – insbesondere in Afrika, wo 21 Mitgliedsstaaten beheimatet sind. In einer Zeit, in der China mit seiner »Belt and Road«-Strategie versucht, über Schuldenpolitik Kontrolle über Ressourcen zu gewinnen, wäre dies ein kraftvolles Gegensignal. Auch könnte der Beitritt den transatlantischen Handel ankurbeln und neue Alternativen zur EU bieten, die Trump bekanntlich als »Projekt zur Ausbeutung der USA« kritisierte.

Während einige Ziele des Commonwealth – etwa die Pariser Klimaziele – nicht zur Trump-Agenda passen, scheint die geopolitische Stoßrichtung überzeugender. Ein enger Schulterschluss mit Großbritannien unter einem royalen Dach ohne Brüsseler Bürokratie – das dürfte vielen amerikanischen Konservativen schmecken. Dass König Charles ein Freund grüner Ideologien ist, scheint Trump wenig zu stören: Er nannte ihn zuletzt einen »wirklich guten Menschen«.

Ob der Beitritt tatsächlich kommt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: In einer Welt der sich neu formierenden Allianzen könnte ein US-Commonwealth-Beitritt zum außenpolitischen Paukenschlag des Jahrzehnts werden.

 

Sven von Storch

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