»Vielleicht müssen wir da mal nachschauen lassen«, sagte Präsident Donald Trump am Dienstag auf dem Rasen des Weißen Hauses. Gemeint war: Elon Musk. Der Tech-Milliardär, geboren in Südafrika und seit 2002 US-Staatsbürger, könnte – so Trump – Ziel einer Untersuchung oder sogar Ausweisung werden. Der zuständige Behördenhund hört auf den Namen DOGE – die neue »Department of Government Efficiency«, Trumps Antwort auf Verschwendung und Vetternwirtschaft in Washington.
Wie die New York Post berichtet, stieß sich Trump an Musks wütender Kritik am »One Big Beautiful Bill Act«, dem Flaggschiff seiner innenpolitischen Agenda. Musk hatte das Milliardenprogramm auf X als »wahnsinnigen Wahnsinn« und »politischen Selbstmord« bezeichnet. Und mehr noch: Er sprach offen von der Notwendigkeit einer neuen Partei – der »PORKY PIG PARTY« – um gegen den vermeintlich einheitlichen Parteienblock in den USA vorzugehen.
Trump reagierte mit kalkulierter Härte: »Vielleicht sollte DOGE mal genauer hinschauen. Elon kassiert mehr Subventionen als jeder andere Mensch in der Geschichte. Ohne die Unterstützung des Staates wäre er längst zurück in Südafrika.«
So zugespitzt Trumps Aussagen auch sind – dahinter steckt ein handfester Machtkampf. Elon Musk gilt als Symbolfigur eines Tech-Kapitalismus, der sich jahrzehntelang am Tropf staatlicher Förderung bereichert hat – während er gleichzeitig Politikverachtung und regulatorische Arroganz kultivierte.
Trump hingegen versucht, das Verhältnis zwischen Politik und Ökonomie neu zu ordnen: keine Sonderrechte für Superreiche, keine Steuer-Geschenke für Konzerne, die gegen die Interessen des Volkes arbeiten. Das DOGE-Amt könnte zum Hebel werden, um jene zur Rechenschaft zu ziehen, die sich lange als unberührbar glaubten.
Was als persönliche Schlammschlacht erscheinen mag, könnte sich als Wendepunkt erweisen: Trumps Amerika will nicht länger der Zahlmeister einer globalistischen Tech-Elite sein. Wenn Elon Musk nicht mehr auf Seiten des Volkes steht, könnte er tatsächlich in Bedrängnis geraten – nicht weil Trump rachsüchtig ist, sondern weil die Zeit der Verantwortungslosigkeit abläuft. Wer vom Staat lebt, muss dem Staat auch dienen – oder eben gehen.


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