In einem Versuch, seinen Einfluss unter jungen Amerikanern vor der diesjährigen Präsidentschaftswahl auszuweiten, hat sich Donald Trump offiziell bei TikTok angemeldet. Das berichtet der European Conservative.
Trumps Entscheidung, die chinesisch-geführte Social-Media-Plattform zu nutzen, die vielleicht teilweise durch jüngste rechtliche Probleme beeinflusst wurde, hat weltweit Aufmerksamkeit erregt und in kürzester Zeit Millionen zusätzlicher Follower gewonnen, hauptsächlich aus der jüngeren Zielgruppe.
Große Nachrichtenagenturen haben Trumps frühere Kritik an TikTok prominent hervorgehoben, einer Plattform, die hauptsächlich von Jugendlichen genutzt wird, um kurze Videos mit Musik zu teilen. Trumps frühere Versuche, die App zu verbieten, waren zwar erfolglos, wurden jedoch breit diskutiert. Obwohl er vor vier Jahren eine Verfügung unterzeichnete, die TikTok aufgrund seiner chinesischen Verbindungen verbieten sollte, behauptet er nun, dass die Abschaltung der Plattform zu viel Macht an Facebook geben würde, das er als den »wahren Feind des Volkes« bezeichnet.
Interessanterweise haben einige der gleichen Publikationen, die Trumps Haltung zu TikTok kritisiert haben, weniger Kritik an Präsident Joe Biden geübt, der im Februar der Plattform beigetreten ist, obwohl seine Regierung sie nur ein Jahr zuvor von Geräten der Bundesregierung verbannt hatte. Dieser Widerspruch hat bei demokratischen Amtsträgern Bedenken hinsichtlich widersprüchlicher Botschaften aufkommen lassen.
Besonders bemerkenswert ist jedoch, dass Trumps TikTok-Account, der seit etwas mehr als einem Tag aktiv ist und nur ein hochgeladenes Video hat, bereits die Follower-Zahl des Präsidenten um mehr als das Zehnfache übertroffen hat. Bis 17:00 Uhr CEST am Montag, dem 3. Juni, hatte Trump fast vier Millionen Follower gewonnen.
Nigel Farage, ein treuer Verbündeter von Trump und ehemaliger Vorsitzender der UKIP, äußerte in den sozialen Medien die Überzeugung, dass Trumps Präsenz auf TikTok einen bedeutenden Einfluss haben werde, und sagte: »Die Gen Z sehnt sich nach Führung.«


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