»Ich liebe die AfD!« Mit diesen Worten macht Steve Bannon in einem Interview mit der Berliner Wochenzeitung am Samstag, dem 25. Januar deutlich, dass er die deutsche Alternative für Deutschland als eine der wenigen politischen Kräfte sieht, die sich gegen den Niedergang des Landes stemmen. »Sie erhebt ihre Stimme und hat den Mut, für eine Reihe von Forderungen einzutreten, insbesondere was die Masseneinwanderung betrifft.« Die deutsche Regierung habe das Land deindustrialisiert und durch Dekarbonisierung sowie unkontrollierte Migration an den Rand des finanziellen Kollapses geführt. »Sie zerstören ihr Land vor den eigenen Augen.« Die AfD sei die einzige Partei, die sich dagegen wehre.
Doch sieht er die Partei auch in Regierungsverantwortung? »Wer weiß das schon.« Vorerst unterstützt er sie im Wahlkampf, doch was in zehn Jahren sei, könne niemand vorhersagen. Viel wichtiger sei ihm, dass die Partei »furchtlos gegen den Druck« stehe, während deutsche Medien die Krise des Landes ignorierten oder kleinredeten.
»Deutschland rast auf die Selbstzerstörung zu«
Für Bannon steht fest: Deutschland ist in einer existenziellen Krise. Die Gründe sieht er in politischen Fehlentscheidungen und einer bewussten Schwächung des eigenen Landes durch die Eliten. »Mehr als alle anderen im Westen rast ihr auf die Zerstörung zu, auch mit der Geschichte in der Ukraine. Nicht durch äußere Kräfte, sondern durch bewusste Entscheidungen eurer Eliten.« Besonders kritisch sieht er die Rolle Chinas, das die deutsche Industrie bereits weitgehend zerstört habe. »Den Rest stehlen sie auch noch.«
Doch nicht nur Deutschland, sondern der gesamte Westen sei in Gefahr. »Verantwortlich ist die Fraktion, die wir ‚Davos‘ nennen, die globalistischen Eliten. Die sind durch und durch säkular und hassen die Grundlagen des jüdisch-christlichen Abendlands.« Bannon sieht diese Kräfte als Feinde der freien Völker, die ihre Macht durch die Kontrolle von Finanzmärkten, Medien und Technologie absichern. »Sie sind total säkularistisch. Atheisten. Es geht ihnen nur um Macht über Menschen und Geld.« Diese »Herren des leichten Geldes« hätten sich lange als »progressiv« gegeben – doch nun, da sich das Blatt wendet, seien sie bereit, die Seiten zu wechseln.
»Trump muss schnell handeln – oder es wird sein Vietnam«
Eine der drängendsten Fragen für Trump sei die Ukraine. »Wir müssen einen sofortigen Waffenstillstand fordern.« Bannon warnt, dass sich der Konflikt sonst als schweres politisches Problem für Trump erweisen könnte. »Wenn wir in sechs Monaten immer noch darin verwickelt sind, werden alle sagen, es sei Trumps Krieg, Trumps Vietnam.« Seine Empfehlung: »Waffenstillstand in 48 Stunden. Oder die Zahlungen einstellen und einen Rahmen für Verhandlungen schaffen.« Denn weiterzumachen wie bisher würde nur bedeuten, »dass die USA die Ukrainer bis zum letzten Mann kämpfen lassen.«
Für Bannon ist klar: Trump muss gegen die globalistischen Eliten kämpfen, die den Westen in den Ruin treiben. Und dazu gehören nicht nur politische und wirtschaftliche Maßnahmen, sondern auch der mediale Kampf. »In der modernen Politik braucht man eine mächtige Plattform, um das eigene Narrativ voranzutreiben und die gegnerischen zu zerstören.« Deshalb werde er sich auch nicht einer künftigen Trump-Regierung anschließen, sondern seine mediale Kommandozentrale weiterführen. »Der ‚War Room‘ ist zu wichtig, sowohl für Präsident Trump als auch für MAGA.«
Bannon bleibt also im Hintergrund – aber sein Einfluss ist ungebrochen. Und sein Ziel ist klar: Den globalistischen Eliten den Krieg erklären.


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