In Großbritannien wird derzeit intensiv darüber diskutiert, wie die Politik von Donald Trump auch im Vereinigten Königreich wirksam genutzt werden kann. Einige Beobachter argumentieren, dass die Präsenz eines pro-freien Meinungsäußerung-Engländer im Weißen Haus den Handlungsspielraum von Keir Starmer erheblich einschränken könnte, da politische Skandale wie die Verfolgung von »unhöflichen« Bürgern unter einem Trump-unterstützten Administration stärker ins Licht rücken würden. Doch der wohl unmittelbarste Vorteil für Großbritannien könnte in einer finanziellen Unterstützung durch Elon Musk und die Heartland Institute liegen. Musk hat kürzlich in Mar-a-Lago mit Farage gesprochen, um Reform UK mit einer erheblichen Geldsumme zu unterstützen, berichtet der European Conservative.
Eine weniger bekannte, aber nicht weniger bedeutende Entwicklung war die offizielle Gründung von Heartland UK/Europa, einem Think Tank aus den USA, der sich dem Kampf gegen die Klimahysterie verschrieben hat. Der Think Tank hat nun ein »Beachhead« im Vereinigten Königreich und plant, von hier aus nach Kontinentaleuropa zu expandieren. Die Heartland Institute ist bekannt für seine »Klimarealismus«-Initiativen und hat sich in den letzten 40 Jahren als führend im Kampf gegen die dogmatische Klimapolitik etabliert.
Nigel Farage, als Schirmherr dieses Vorhabens, hat in einer packenden Rede die wirtschaftlichen Schäden der »Net Zero«-Politik angeprangert. Farage, der es bereits geschafft hat, das Thema der britischen EU-Mitgliedschaft mit populären Themen wie der Masseneinwanderung zu verbinden, versucht nun, die »Net Zero«-Politik auf die breitere Lebenshaltungskosten-Debatte zu übertragen. Die Konsequenzen der rigiden »Net Zero«-Vorgaben, die 2019 vom konservativen Kabinett festgelegt wurden, sind bereits klar: Energiepreise steigen, die Lebensqualität sinkt und Unternehmen kämpfen ums Überleben.
Die Heartland Institute kämpft vehement gegen die Instrumentalisierung der Wissenschaft durch die Regierung und befürwortet eine pragmatischere und weniger dogmatische Herangehensweise an das Thema Klimawandel. Sie verweisen darauf, dass echte wissenschaftliche Erkenntnisse immer durch Versuch und Irrtum, durch »Vermutungen und Widerlegungen«, wie der Philosoph Karl Popper es ausdrückte, entstehen sollten.
Trotz des Widerstands durch die Labour-Regierung und die Öko-Lobby könnte Farage mit der Unterstützung von Herzland Institute einen entscheidenden politischen Punkt setzen. Das britische Volk, vor allem die Arbeiterklasse, leidet unter den drastischen wirtschaftlichen Auswirkungen der »Net Zero«-Politik. Farage und die Heartland Institute sehen die Möglichkeit, die politische Loyalität dieser Wählerschaft zu gewinnen und die »Net Zero«-Agenda zugunsten einer pragmatischeren Energiepolitik zu kippen.


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