»Cancel-Culture« trifft den Vatikan

Schweizer Lesbenorganisation fordert Abzug der Schweizer Garde

Die Päpstliche Schweizergarde sichert seit 1506 den Päpstlichen Palast und den Vatikan. Wenn es nach der Lesbenorganisation geht, soll damit jetzt Schluss sein.

Die Lesbenorganisation Schweiz (LOS) hat nach dem Nein der vatikanischen Glaubenskongregation zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare den Bundesrat der Schweiz dazu aufgefordert, die Schweizer Garde aus dem Vatikan abzuziehen, wie iFamNews berichtet.

Die LOS sieht in der Finanzierung der Päpstlichen Garde durch die Schweizerische Eidgenossenschaft einen Widerspruch zum Gleichheitsgrundsatz der Schweizer Verfassung. Der Vatikan gestehe gleichgeschlechtlich orientierten Gardisten nicht die gleichen Rechte wie allen anderen Menschen zu und diskriminiere sie offen.

„Wir wissen, dass einige Mitglieder homosexuell sind. Wir können nicht dulden, dass diese Soldaten, die in der Schweiz ausgebildet wurden, die Diskriminierung des Landes erleiden müssen, in das sie zum Dienst geschickt werden,“ äußerte die Vize-Geschäftsleiterin der LOS, Muriel Waeger.

Äußerungen hinsichtlich dieser Forderungen vom Vatikanischen Pressebüro blieben bisweilen aus.

Sven von Storch

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