Vierzehn Drohnen wurden von der russischen Luftabwehr abgeschossen, sechs weitere wurden elektronisch gestört

Russland schießt über Nacht 20 Drohnen über der Krim ab

Letzte Woche traf eine ukrainische Seedrohne ein russisches Tankschiff in der Nähe der Brücke, während bei einem Angriff auf die Brücke im vergangenen Monat ein Ehepaar getötet und seine Tochter schwer verletzt wurde, wobei ein Teil der Fahrbahn gefährlich herunterhing. Die Schäden schienen weniger schwerwiegend zu sein als bei dem Anschlag im Oktober, aber sie machten erneut deutlich, wie verwundbar die Brücke ist.

Russland hat in der Nacht einen Angriff mit 20 ukrainischen Drohnen auf die annektierte Krim erfolgreich vereitelt, wie das russische Verteidigungsministerium bestätigte. Die russische Luftabwehr schoss 14 Drohnen ab, sechs weitere wurden elektronisch gestört, wie es in einer Erklärung auf Telegram heißt. Obwohl in den sozialen Medien Videos kursierten, auf denen Rauch in der Nähe einer Brücke zu sehen war, die Russland und die Krim miteinander verbindet, wurden keine Verletzten oder Schäden gemeldet. Der von Moskau ernannte Gouverneur Sergej Aksjonow erklärte, die russische Luftabwehr habe auch einen Angriff auf die Brücke abgewehrt und zwei ukrainische Raketen abgeschossen, so dass die Brücke selbst nicht beschädigt worden sei, wie The Messenger berichtete.

Die Brücke ist für Russland sowohl logistisch als auch symbolisch von großer Bedeutung, da sie als lebenswichtige Route für militärische und zivile Lieferungen dient und die Kontrolle des Kremls über die 2014 annektierte Krim bestätigt. In den letzten Wochen kam es vermehrt zu Drohnenangriffen sowohl auf Moskau als auch auf die Krim, was die russische Bevölkerung verunsicherte und die Folgen des anhaltenden Konflikts verdeutlichte.

In der Zwischenzeit behauptete Russland, durch einen nächtlichen Gegenangriff die Kontrolle über das Dorf Urozhaine in der ukrainischen Region Luhansk zurückgewonnen zu haben. Ukrainische Beamte berichteten von Opfern in verschiedenen Regionen infolge des russischen Beschusses, darunter der Tod einer 73-jährigen Frau in Charkiw und der Tod eines Polizeibeamten durch eine gelenkte russische Fliegerbombe in Orichiw. Trotz der anhaltenden Feindseligkeiten hat die Stadt Odesa an der ukrainischen Schwarzmeerküste erstmals seit dem Einmarsch der Russen im Februar 2022 wieder mehrere Strände geöffnet. Allerdings ist der Zugang zu den Stränden bei Fliegeralarm weiterhin untersagt.

Sven von Storch

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