Trump-Regierung erwägt Werbeeinschränkungen für Pharmakonzerne

Pharma-Werbung am Pranger_ RFK Jr. nimmt die Macht der Konzerne ins Visier

Ein neuer Gesetzesvorschlag bedroht die Milliarden-Werbung der Pharmabranche. RFK Jr. setzt seine Linie gegen Big Pharma fort – jetzt bekommt selbst das Abendprogramm der Mainstream-Medien Konkurrenz vom gesunden Menschenverstand.

Die Pharmakonzerne zittern – und Robert F. Kennedy Jr. ist der Mann, der ihnen den Schlaf raubt. Nach einem Gesetzesvorstoß der unabhängigen Senatoren Bernie Sanders und Angus King, der direkte Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente verbieten will, denkt auch die Trump-Regierung über drastische Maßnahmen nach, wie ZeroHedge berichtet. RFK Jr., inzwischen Gesundheitsminister, ist der geistige Architekt der Idee: Weg mit der krankmachenden Dauerberieselung durch Pharmaspots.

Seit 1997 dürfen Pharmafirmen in den USA ihre Mittel direkt an Patienten bewerben – ein globales Kuriosum, das außer Neuseeland kein Land erlaubt. Der Effekt? Amerikaner konsumieren Medikamente wie Bonbons. »Weil sie mit Werbung dazu gebracht werden«, so Kennedy. Und die Zahlen geben ihm recht: Im Jahr 2024 pumpten Pharmakonzerne 3,4 Milliarden Dollar allein in Fernsehwerbung. In diesem Jahr sind es bereits über 2,1 Milliarden – Tendenz steigend.

Doch die Zeiten ändern sich. Statt einem totalen Werbeverbot – das juristisch angreifbar wäre – setzt die Regierung auf Hürden: längere Offenlegung von Nebenwirkungen in jedem Spot (was die Kosten explodieren lässt) oder der Entzug der steuerlichen Absetzbarkeit dieser Werbung. Beides würde die Pharmamilliarden austrocknen – und vor allem deren Präsenz in den Hauptnachrichten der großen Sender.

Besonders brisant: Pharmawerbung macht inzwischen fast ein Viertel aller Werbeminuten in den Abendnachrichten aus – auf Sendern wie ABC, CBS oder MSNBC. Auf CBS Evening News finden sich Medikamenten-Spots in mehr als 70 Prozent der Werbepausen. Wer also fragt, warum Mainstream-Medien nie pharma-kritisch berichten, hat hier seine Antwort.

Kennedy will Schluss machen mit dieser medikamentösen Massenhypnose. Bereits im Wahlkampf hatte er angekündigt, per Dekret Fernsehwerbung für Medikamente zu verbieten. Nun geht er entschlossen zur Tat über. Und das Establishment? Zittert – zu Recht. Denn wenn RFK Jr. eines gezeigt hat, dann das: Er ist kein Sprechblasen-Politiker, sondern ein Mann mit Mission – gegen das Pharmakartell und für ein Amerika, das wieder selbst denkt.

Sven von Storch

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