Der britische Schauspieler und Komiker Rowan Atkinson hat sich in die Reihe von Prominenten eingereiht, die die sogenannte »Lösch-Kultur« (auf Eng.: »Cancel-Culture«) kritisieren.
»Es ist wichtig, dass wir einem breiten Meinungsspektrum ausgesetzt sind, aber was wir jetzt haben, ist das digitale Äquivalent des mittelalterlichen Mobs, der durch die Straßen zieht und nach jemandem sucht, den er verbrennen kann,« kommentierte Atkinson in einem Interview mit der Radio Times.
Atkinson, der vor allem durch seine satirische Figur ‚Mr. Bean‘ bekannt ist, führte aus, dass die »Cancel Culture« die Meinungsfreiheit aushöhle und ihn um die Zukunft fürchten lasse.
»Es ist also beängstigend für jeden, der ein Opfer dieses Mobs ist, und es erfüllt mich mit Angst vor der Zukunft.«
Der 66-jährige Schauspieler, der auch für seine Rolle in den »Johnny English«-Filmen bekannt ist, machte Social-Media-Firmen und ihre Algorithmen dafür verantwortlich, eine »toxische« Umgebung online zu schaffen.
»Das Problem, das wir online haben, ist, dass ein Algorithmus entscheidet, was wir sehen wollen, was dazu führt, dass eine vereinfachte, binäre Sicht der Gesellschaft entsteht«, sagte er. »Es wird ein Fall von entweder du bist für uns oder gegen uns. Und wenn du gegen uns bist, verdienst du es, dass man dich abserviert.«
Atkinson hat sich in der Vergangenheit dafür eingesetzt, das Recht der Öffentlichkeit auf freie Meinungsäußerung zu schützen und hat viele Jahre gegen eine Gesetzgebung gekämpft, die es in Großbritannien zu einem Vergehen machte, zu religiösem Hass aufzustacheln.


Add new comment