Meloni fährt klaren Kurs wenn es um Abtreibung und LGBT-Ideologie geht

LGBTQ- und harte Feministinnen zittern nach Melonis Sieg in Italien

Nach dem Sieg des Rechtsbündnisses bei den Parlamentswahlen in Italien sind Frauen- und LGBTQ-Befürworter besorgt über ihre Zukunft.

Viele befürchten, dass die konservative Regierungschefin Giorgia Meloni, die jüngste Ministerpräsidentin und erste Frau in dieser Rolle in Italien, eine »queer- und abtreibungsfeindliche« Politik betreiben könnte, wie Euronews berichtet.

Bekanntheit erlangte sie 2019 mit einer Rede, in der sie erklärte: »Ich bin eine Giorgia, ich bin eine Mutter, ich bin Christin, und das könnt ihr mir nicht wegnehmen.«

Im Programm ihrer Partei heißt es, sie sei gegen die Gleichstellung der Ehe, die Adoption von Kindern durch homosexuelle Eltern und die Leihmutterschaft.

Italien rangiert in der EU auf Platz 23, wenn es um den »Schutz von LGBTQ-Menschen geht.« Es ist das einzige große Land in Westeuropa, das die gleichgeschlechtliche Ehe noch nicht legalisiert hat.

Nach vielen gescheiterten Versuchen, einen legalen Weg für die Eheschließung von Homosexuellen zu finden, verabschiedete das italienische Parlament 2016 ein Gesetz über »zivile Unionen« zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren.

Das Gesetz gewährt nicht die gleichen Rechte wie die gleichgeschlechtliche Ehe, verweigert ihnen jegliche elterlichen Rechte und macht es homosexuellen Paaren unmöglich, zu adoptieren.

Andere Aktivisten befürchten, dass sich Melonis Haltung auf den Zugang von Frauen zu Abtreibungen auswirken wird.

In der östlichen Region Marken, die seit ein paar Jahren von Melonis Partei regiert wird, sind die Abtreibungsrechte auf lokaler Ebene bereits eingeschränkt. Beispielsweise ist es Ärzten erlaubt, Abtreibungen aus Gewissensgründen zu verweigern.

Sven von Storch

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