»Als Präsident der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen und nach der Verhaftung meines Bruders, Kardinals und Salesianers, Kardinal Joseph Zen, am 11. Mai, möchte ich meine tiefe Besorgnis über die Situation der Menschenrechte und die Bedrohung der Religionsfreiheit in Hongkong zum Ausdruck bringen,« schrieb Kardinal Charles Maung Bo in einem Beitrag auf The New Daily Compass, einer italienischen Online-Veröffentlichung.
» Mein Mitbruder, Kardinal Joseph Zen, wurde verhaftet und muss sich vor Gericht verantworten, weil er als Treuhänder eines Fonds fungierte, der Aktivisten, die sich vor Gericht verantworten mussten, Rechtshilfe leistete. In jedem rechtsstaatlichen System ist es ein gutes und anerkanntes Recht, Menschen, die vor Gericht stehen, bei der Deckung ihrer Anwaltskosten zu unterstützen. Wie kann es ein Verbrechen sein, Angeklagten zu helfen, sich rechtlich verteidigen und vertreten zu lassen?« so Bo weiter.
Kardinal Zen gilt als wortgewandter Kritiker des chinesischen Kommunismus und seiner Einflüsse auf die Katholische Kirche in Hong Kong und auf dem chinesischen Festland. Er wurde letzte Woche von der Polizei wegen »Verdacht auf Kollaboration mit ausländischen Mächten« verhaftet und dann auf Kaution freigelassen. Seine Verhaftung haben medial globale Wellen geschlagen [Freie Welt berichtete].
»Für die Menschen in Hongkong wird es immer schwieriger, ihre Meinung frei zu äußern. Deshalb müssen diejenigen von uns, die außerhalb Hongkongs eine Stimme haben, diese in ihrem Namen nutzen und unsere Gebete und Bemühungen darauf verwenden, Solidarität mit ihnen zu zeigen und sie zu unterstützen, in der Hoffnung, dass ihre Freiheiten eines Tages wiederhergestellt werden,« fügte Bo hinzu.
Trotz des Polizeistaat-Charakters gilt China immer noch als Vorbild vieler Globalisten. Wenn ihre Weltanschauung verwirklicht wird, werden Kirchenoberhäupter – die sich dem Regime nicht unterordnen wollen – auch im Westen verfolgt werden.


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