Donald Trumps provokante Einladung an Kanada, der 51. Bundesstaat der USA zu werden, hat das Land aufgeschreckt. Doch für Jordan Peterson ist dies weit mehr als eine bloße Provokation. Es ist eine schonungslose Offenlegung der tiefgreifenden Probleme Kanadas – wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich. In einem Video auf seinem Kanal, analysiert Peterson die Lage und stellt eine radikale Forderung: »Kanada muss Alberta endlich ernst nehmen, sonst droht die Spaltung.«
Peterson beschreibt, wie tief verwurzelte Ressentiments gegen die USA in Kanada nicht nur alltäglich, sondern auch gesellschaftlich akzeptiert sind:
»Meine Landsleute sagten Dinge, die als klar rassistisch, sexistisch oder ethnisch überheblich gegolten hätten, wenn sie sich gegen irgendjemand anderen als einen US-Amerikaner gerichtet hätten.«
Diese Haltung sei besonders unter linken Intellektuellen verbreitet, die sich moralisch überlegen fühlen und gleichzeitig von Amerikas Schutzschirm profitieren. Während sich Kanada als »Friedensnation« inszeniert, liegt es unter der nuklearen Abschirmung der USA und erlaubt sich eine »Schafsnatur«, die es sich nur leisten kann, weil der große Bruder im Süden für die Sicherheit sorgt.
Die wirtschaftliche Realität Kanadas ist düster. Peterson kritisiert, dass die liberalen Eliten in Ottawa und besonders der kommende Premier Mark Carney eine ideologisch verblendete Politik betreiben, die das Land in den Abgrund führt:
»Carney hat in seinem Buch Values offen geschrieben, dass er die fossile Brennstoffindustrie komplett zerstören will. Bye-bye, Alberta.«
Peterson stellt fest, dass Alberta – die wirtschaftliche Lokomotive des Landes – von Ost-Kanada wirtschaftlich ausgebeutet wird, während es zugleich moralisch als »dreckig« abgestempelt wird. Die kanadische Regierung blockiert systematisch Handelsabkommen, verweigert Infrastrukturprojekte und sabotiert den Energiesektor, während sie gleichzeitig milliardenschwere Transferzahlungen an die wirtschaftlich ineffizienten Provinzen im Osten leitet.
Trump hat Alberta faktisch eine Wahl gestellt: Entweder bleibt es in einem Kanada, das seine Wirtschaft stranguliert und seine Identität untergräbt, oder es wendet sich den USA zu, wo es wirtschaftlich florieren könnte. Peterson formuliert die hypothetische Situation, in der Albertas Premierministerin Danielle Smith nach Mar-a-Lago reist, um mit Trump zu verhandeln:
»Mr. Präsident, meine Mitkanadier haben uns seit Jahrzehnten gezwungen, mit einem 800-Pfund-Gorilla ins Bett zu steigen. Und jetzt haben Sie entschieden, die Sache zu vollenden.«
Trump könnte, so Petersons Szenario, Alberta ein verlockendes Angebot machen:
- Den US-Dollar als Währung
- Ungehinderten Zugang zu internationalen Märkten
- Niedrigere Unternehmens- und Einkommenssteuern
- Ein Land, das nationale Identität wertschätzt
- Infrastruktur, Pipelines und militärischen Schutz
- Keine Transferzahlungen mehr an ineffiziente Provinzen
»Was würde passieren, wenn man den Albertanern diese zwei Optionen auf einem Stimmzettel vorlegt?« fragt Peterson.
Peterson stellt eine entscheidende Frage: Kann Kanada Alberta überhaupt noch ein besseres Angebot machen als Trump? Das Land hat sich unter Trudeau und den liberalen Eliten in eine Richtung entwickelt, die wirtschaftlichen Erfolg mit moralischer Verwerflichkeit gleichsetzt.
»Warum sollten wir weiterhin einem Land angehören, das seine eigene Geschichte, Wirtschaft und Bevölkerung verachtet? Macht uns ein besseres Angebot – und zwar schnell!«
Für Peterson steht fest: Entweder Kanada ändert seine Politik radikal, oder es riskiert, Alberta und möglicherweise weitere Provinzen an eine Zukunft in den Vereinigten Staaten zu verlieren. Und wenn das passiert, dann liegt die Schuld allein in Ottawa.


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