Tim Walz in der Kritik:

Kamala Harris Vize lobt Chinas für seinen Kommunismus

Vergangene Aussagen und enge Verbindungen zu China werfen Fragen über die Haltung des demokratischen Vizepräsidentschaftskandidaten zu Kommunismus und Menschenrechten auf.

Tim Walz, der demokratische Vizepräsidentschaftskandidat und amtierende Gouverneur von Minnesota, sieht sich derzeit verstärkter Kritik ausgesetzt. Grund dafür sind frühere Aussagen und seine langjährige Verbindung zu China, die nun in einem neuen Licht betrachtet werden. Als Lehrer für Sozialkunde in den 1990er Jahren beschrieb Walz in einer Unterrichtsstunde das kommunistische System Chinas als eines, in dem »alle gleich sind und teilen«. Diese Äußerungen, die von einer Zeitung in Nebraska im Jahr 1991 veröffentlicht wurden, sind inzwischen wieder ans Licht gekommen und werfen Fragen über seine Sichtweise auf das chinesische Regime auf, wie Free Beacon berichtet.

Walz erklärte damals seinen Schülern, dass in China alle, unabhängig von ihrem Beruf, dasselbe Gehalt erhielten und dass die Regierung für Nahrung und Unterkunft sorge. Diese Darstellung des kommunistischen Systems als eine Form von Gleichheit und sozialer Fürsorge wird nun als »erschreckend naiv« kritisiert. Michael Sobolik, ein Experte für China, nannte diese Beschreibung eine Verharmlosung der Realität unter der Herrschaft der Kommunistischen Partei Chinas, die für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen und politische Repressionen verantwortlich ist.

Neben diesen umstrittenen Aussagen ist Walz auch wegen seiner engen Verbindungen zu China in die Kritik geraten. Bereits in den späten 1980er Jahren reiste er als junger Lehrer nach China, kurz nach dem blutigen Massaker auf dem Tiananmen-Platz. Trotz der politischen Unruhen in China beschrieb Walz seine Zeit dort in einem Brief als äußerst positiv, wobei er betonte, dass er »wie ein König« behandelt wurde.

In den folgenden Jahren organisierte Walz mehrere Bildungsreisen für amerikanische Schüler nach China, die teilweise von der chinesischen Regierung unterstützt wurden. Diese enge Zusammenarbeit mit der Volksrepublik, einschließlich seiner positiven Einstellung gegenüber dem Land, hat in den USA Besorgnis ausgelöst, insbesondere unter republikanischen Abgeordneten. Diese fürchten, dass Walz anfällig für den Einfluss Chinas sein könnte, ein Land, das zunehmend als strategischer Rivale der USA wahrgenommen wird.

Walz hat auch in jüngerer Zeit für eine kooperative Beziehung zwischen den USA und China plädiert. Diese Haltung wird von vielen als zu nachgiebig gegenüber einem autoritären Regime angesehen, das sowohl innenpolitisch als auch international aggressiv agiert. Vor diesem Hintergrund fordern Kritiker, dass Walz seine Position zu China klarstellt und deutlich macht, wie er sich in Zukunft gegenüber der Volksrepublik positionieren wird.

 

Sven von Storch

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