Liz Truss, die neu gewählte Premierministerin des Vereinigten Königreichs, muss aus dem Amt geworfen werden, damit die Finanzmärkte des Landes gerettet werden können, erklärten Analysten der großen Investmentbank Citigroup, wie Breitbart berichtet.
Obwohl sie erst seit etwas mehr als einem Monat im Amt ist, laufen bereits die Messer gegen die frischgebackene Premierministerin, da Aktivisten aus dem gesamten politischen Spektrum überlegen, wie sie sie am besten aus dem Amt jagen können.
Diese Feindseligkeit – die größtenteils auf Truss eigene Steuersenkungspolitik zurückzuführen ist – hat dazu geführt, dass die Premierministerin immer verzweifeltere Maßnahmen ergreift, um ihre eigene Haut zu retten, und letzte Woche sogar ihren eigenen Finanzminister Kwasi Kwarteng opferte, in der Hoffnung, dass dies die Märkte und damit die politischen Rivalen der Premierministerin besänftigen würde.
Einem Bericht von Bloomberg zufolge erholten sich die Märkte zwar teilweise als Reaktion auf Kwartengs Abgang, doch sieht es immer noch so aus, als wollten die britischen Finanzmärkte mehr politisches Blut sehen.
»Eine weitere Erholung setzt nun wahrscheinlich den Rücktritt des Premierministers voraus«, schrieben die Analysten der Citigroup, darunter Jamie Searle, Direktor der Investmentfirma, in einer an die Kunden versandten Notiz.
Die britischen Medien waren in der vergangenen Woche damit beschäftigt, über die angeblichen schmutzigen Machenschaften von Insidern der Tory-Partei zu berichten, die unbedingt den Sturz der Premierministerin herbeiführen wollten, und die Gerüchteküche in Westminster behauptete, dass Fraktionen innerhalb der Konservativen Partei bereits auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden seien.
Andere außerhalb der Tory-Partei waren nicht zimperlich, wenn es darum ging, ihre Verachtung für die Premierministerin zu äußern. So sagte der Vorsitzende der Labour-Partei, Sir Keir Starmer, dass Truss nicht in der Lage sei, »den Schlamassel zu beheben, den sie angerichtet hat.«
Auch Linke außerhalb des Vereinigten Königreichs haben die konservative Regierungschefin scharf angegriffen, und sogar US-Präsident Joe Biden hat sich am Sonntag in das Liz-Bashing über den Versuch der Premierministerin, die Steuern zu senken, eingeschaltet.


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