In Großbritannien droht der neueste Versuch, Sterbehilfe zu legalisieren, zu scheitern. Bei der zweiten Lesung des »Terminally Ill Adults (End of Life) Bill« im House of Lords am 12. September meldeten sich so viele Redner wie nie zuvor zu Wort – und die überwältigende Mehrheit sprach sich gegen das Gesetz aus, wie Edward Pentin berichtet.
Klare Mehrheit gegen den Tod auf Rezept
Nach einer Analyse von Right To Life UK äußerten sich 67 Prozent der Lords ablehnend gegenüber der Vorlage, nur 33 Prozent stellten sich auf die Seite der Sterbehilfe-Befürworter. Besonders bemerkenswert: Unter den Gegnern befand sich auch die ehemalige Premierministerin Theresa May, die eindringlich warnte, dass das Gesetz die Schwächsten in der Gesellschaft – die Alten, Kranken und Behinderten – einer massiven Gefahr aussetzen würde. Das berichtet Edward Pentin auf seinem Substack.
Starke Stellung des Oberhauses
Da es sich um einen sogenannten Private Member’s Bill handelt und die Sterbehilfe nicht Teil eines Wahlprogramms war, besitzt das Oberhaus in diesem Fall außergewöhnliche Möglichkeiten, den Entwurf zu blockieren oder stark zu verändern. Beobachter gehen davon aus, dass das Gesetz nun kaum noch eine Chance hat, jemals Gesetzeskraft zu erlangen.
Signal für die Verteidigung des Lebens
Die Debatte zeigt, dass es selbst im zunehmend säkularisierten Großbritannien noch Stimmen gibt, die sich gegen den Trend zur Kultur des Todes erheben. Das Scheitern des Gesetzes wäre ein wichtiges Signal für Europa: Der Druck der Sterbehilfe-Lobby ist groß, doch wo Politiker Mut zeigen, kann das Leben verteidigt werden.


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