Widerstand gegen digitale ID-Karten wächst:

Großbritannien_ Ein Hackertraum und ein Schritt in die Überwachung

Die Debatte zeigt: Hier geht es nicht um Verwaltung, sondern um Macht. Wer jetzt schweigt, könnte schon morgen in einem System erwachen, in dem die Regierung jederzeit bestimmen kann, wer Zugang zu Arbeit, Gesundheitsversorgung oder gesellschaftlichem Leben hat – und wer nicht.

Bild: Image by Gerd Altmann from Pixabay

 

Starmer plant Zwangssystem – Bürger laufen Sturm

 

 

Labour-Chef Keir Starmer will in Großbritannien digitale Identitätskarten einführen, die künftig verpflichtend sein sollen, um das Recht auf Arbeit nachzuweisen. Doch die Bürger sind empört: Mehr als 1,6 Millionen Menschen haben bereits eine Petition gegen das Projekt unterzeichnet. Kritiker warnen, die Regierung wolle der Gesellschaft ein Überwachungsinstrument aufzwingen, das nie im Wahlkampfmandat stand und nun still während der Parlamentspause vorbereitet wird.

 

 

 

Wie der Guardian berichtet, sprechen Bürger von einem »Hackertraum«: Alle persönlichen Daten an einem zentralen Punkt gespeichert, anfällig für Missbrauch, Datendiebstahl und staatliche Kontrolle. Schon heute genügen Pass oder Führerschein – warum also ein neues Zwangssystem, das nur mehr Bürokratie, Kosten und Abhängigkeit schafft?

 

 

 

Kritik aus allen Schichten

 

 

Ein IT-Spezialist nennt das Vorhaben ein »Desaster mit Ansage«: Die Regierung sei weder technisch in der Lage, ein solches System sicher zu betreiben, noch unabhängig genug, um sich den Lockangeboten amerikanischer Tech-Giganten zu entziehen. Ein selbständiger Bürger verweist darauf, dass er ohne Smartphone immer stärker ausgeschlossen werde: »Wir werden gezwungen, uns digital zu beugen – sonst können wir am normalen Leben kaum noch teilnehmen.«

 

 

 

Gegner sehen darin einen Angriff auf Grundrechte, den nächsten Schritt in Richtung einer digitalen Gesellschaft, in der der Staat jederzeit Zugriff auf die intimsten Lebensdaten hat.

 

 

 

Ein gefährlicher Präzedenzfall

 

 

Schon 2010 wurden klassische ID-Karten in Großbritannien abgeschafft – mit guten Gründen. Nun soll unter dem Deckmantel von »Effizienz« ein noch weit gefährlicheres System zurückkehren. Während Länder wie Frankreich trotz Digitalausweisen weiter unter illegaler Migration leiden, soll den Briten eingeredet werden, diese Lösung garantiere Sicherheit. Tatsächlich aber bedeutet sie die totale Durchleuchtung des Bürgers.

 

 

 

Die Debatte zeigt: Hier geht es nicht um Verwaltung, sondern um Macht. Wer jetzt schweigt, könnte schon morgen in einem System erwachen, in dem die Regierung jederzeit bestimmen kann, wer Zugang zu Arbeit, Gesundheitsversorgung oder gesellschaftlichem Leben hat – und wer nicht.

 

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.