Der ehemalige nationale Sicherheitsberater und General Michael Flynn warb am Dienstag für eine Petition, in der Präsident Donald Trump aufgefordert wird, die US-Verfassung vorübergehend außer Kraft zu setzen, das Kriegsrecht auszurufen und dem Militär anzuordnen, eine nationale Neuwahl für die Präsidentschaftswahlen 2020 zu überwachen, wie WND berichtet.
In der Petition, die am Dienstag von der in Ohio ansässigen gemeinnützigen Gruppe We The People Convention veröffentlicht wurde, hieß es, dass es nach dem Wahlsieg des designierten Präsidenten Joe Biden »keinen friedlichen Weg mehr gäbe, unsere Union zu erhalten«, und drängte Trump, seine »außerordentliche Autorität« auszuüben, um einen zweiten Bürgerkrieg abzuwenden.
»Begrenztes Kriegsrecht ist eindeutig eine bessere Option als ein Bürgerkrieg«, heißt es in einem Begleitschreiben zu der Petition.
Flynn, dem Trump am vergangenen Mittwoch eine Begnadigung gewährt hatte, die sich auf das Schuldgeständnis des Armeegenerals im Ruhestand vom Dezember 2017 bezog, weil er gegenüber dem FBI falsche Aussagen gemacht hatte, twitterte am Dienstagabend einen Link zu der Petition.
»Freiheit kniet nur vor Gott«, twitterte Flynn.
In dem Begleitschreiben zur Petition hieß es, Trump müsse bereit sein, so zu handeln, wie es der frühere Präsident Abraham Lincoln zu Beginn des Bürgerkriegs Anfang der 1860er Jahre tat, einschließlich:
Die Anordnung, »Hunderte von Zeitungen des Nordens, die gegen ihn sprachen, zu schließen und ihre Eigentümer und Herausgeber zu verhaften«.
Lincoln hatte die Verhaftung eines Kongressabgeordneten aus Ohio »wegen des Verbrechens, sich gegen ihn ausgesprochen zu haben« angeordnet und die Anordnung der Verhaftung Tausender Bürger von Maryland gegeben wegen des Verbrechens der ‚vermuteten Sympathien des Südens‘«, von denen einige jahrelang ohne Gerichtsverfahren in Militärgefängnissen festgehalten wurden.
»Viele werden gegen diese Aktionen protestieren, wie sie es zu Lincolns Zeiten getan haben, aber wir versichern Ihnen, dass Wir, das Volk, verstehen, dass nicht weniger Aktionen ausreichen werden, um den Verlust unseres verfassungsmäßigen Wahlrechts zu verhindern und unsere Republik zu erhalten«, hieß es in dem Begleitschreiben.
Trumps Verhängung des Kriegsrechts und die vorübergehende Aussetzung der Verfassung solle einzig und allein zu dem Zweck erfolgen, so hieß es in dem Schreiben auch, dass das Militär eine nationale Neuabstimmung überwacht, die »den wahren Willen des Volkes widerspiegelt.«
Pro-Trump-Anwalt Lin Wood warb am Dienstag ebenfalls für die Petition und twitterte, Trump solle »das Kriegsrecht ausrufen«, um einen Bürgerkrieg abzuwenden, der von schlechten Akteuren unter der Führung des kommunistischen China angeheizt werde.
Trump sagte am Donnerstag, er werde das Weiße Haus verlassen, wenn das Wahlkollegium Biden formell zum Sieger der Wahl 2020 erklären sollte.


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