Frankreich hat Abtreibung nun als verfassungsmäßiges Recht verankert, wodurch sie bis zur 14. Woche legal ist. In einer Abstimmung im Palast von Versailles stimmten beide Parlamentskammern mit 780 zu 72 Stimmen für die Verfassungsänderung, wie Legal Insurrection berichtet. Die Abstimmung erfolgte nach dem Vorbild der Vereinigten Staaten, wo allerdings das entsprechende Abtreibungsgesetz das Urteil Roe v. Wade wieder aufgehoben wurde, und wurde von »Feministinnen« befürwortet.
Premierminister Gabriel Attal erklärte dazu: »Wir senden eine Botschaft an alle Frauen: Dein Körper gehört dir, und niemand kann für dich entscheiden.« Kritiker weisen darauf hin, dass diese Botschaft für ungeborene weibliche Föten nicht gilt, da über ihren Körper für sie entschieden wird.
Die Entscheidung hat auch zu Diskussionen darüber geführt, inwiefern der Schutz ungeborenen Lebens berücksichtigt werden muss. Einige Abtreibungslobbys bezeichnen die Verankerung der Abtreibung im Verfassungstext als historischen Fortschritt, während Lebensschützer dies als Legalisierung des Mordes an ungeborenen Menschen sehen.
Insbesondere die Ankündigung von Präsident Emmanuel Macron, am Internationalen Tag der Frauenrechte eine nationale Feier in Paris abzuhalten, wurde von Lebensschützern verurteilt. Macron hatte bereits vorher seine Unterstützung für die Aufnahme einer auf Abtreibung fokussierten Änderung in die französische Verfassung erklärt und betonte sein Engagement, die Freiheit der Frauen zur Abtreibung zu einem unumkehrbaren Recht zu machen.


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