Wie The American Conservative berichtet, war Trumps Wortwahl unmissverständlich: »Schwächlinge« seien jene ehemaligen Unterstützer, die auf »Bullshit« hereinfielen – das angebliche Epstein-Narrativ sei ein »Schwindel«, orchestriert von Obama, Clinton & Co. Doch statt die Debatte zu beenden, goss Trump Öl ins Feuer: Sein Beitrag wurde erstmals auf seiner eigenen Plattform »ratioed«, also mit mehr kritischen Kommentaren als Likes versehen.
Der Versuch, Epstein totzuschweigen, misslingt. Denn zu viele Fragen bleiben unbeantwortet – etwa über seine Verbindungen zum israelischen Geheimdienst Mossad, über die Videoüberwachung in seinen Villen oder über sein rätselhaftes Vermögen. Selbst konservative Stimmen wie Tucker Carlson sprechen offen von »direkten Verbindungen zu einer ausländischen Regierung«, die in Washington jeder meine, sei Israel.
Trump steht nun vor einer Zerreißprobe: Entweder er bleibt bei der Linie der Vertuschung und verliert Teile seiner Basis – oder er erlaubt eine offene und transparente Untersuchung. Denn so lange die Öffentlichkeit keine glaubwürdigen Antworten erhält, bleibt der Verdacht bestehen, dass eine Elite über dem Gesetz steht.
Gerade für die Bewegung, die mit dem Versprechen »Drain the Swamp« antrat, ist das tödlich. Der »tiefere Staat« könnte realer nicht sein als in der Epstein-Affäre. Wenn Trump nicht Teil der Lösung ist, wird man ihn irgendwann als Teil des Problems sehen.


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