In einem offenen Brief an Großbritanniens Premierminister Boris Johnson sprechen sich über 1400 Pfarrer und Pastoren gegen einen Impfpass – und die Zulassung zu Gottesdiensten nur mit Impfpass – aus.
»Wir schreiben Ihnen jedoch in Bezug auf einen Bereich, der uns große Sorgen bereitet, nämlich die mögliche Einführung von so genannten ‚Impfpässen‘ in unserer Gesellschaft, die auch als ‚COVID-Status-Zertifikate‘ und ‚Freiheitspässe‘ bezeichnet worden sind. Wir sind völlig gegen diesen Vorschlag und möchten drei Punkte zu den möglichen Überlegungen zu einem solchen System anführen.«
Zum einen bringen die Unterzeichner an, dass »die Impfung zur Grundlage dafür zu machen, ob jemandem der Zutritt zu einem Veranstaltungsort oder die Teilnahme an einer Aktivität gestattet wird, macht im Hinblick auf den Schutz anderer keinen logischen Sinn.«
»Wenn die Impfstoffe hochwirksam bei der Verhinderung signifikanter Erkrankungen sind, wie es die bisherigen Studienergebnisse zu belegen scheinen, dann haben diejenigen, die geimpft wurden, bereits einen Schutz erhalten; es gibt keinen Nutzen für sie, wenn andere Menschen geimpft werden. Da Impfstoffe eine Infektion nicht per se verhindern, könnte theoretisch sogar eine geimpfte Person das Virus in sich tragen und potenziell weitergeben, so dass die Entscheidung über den ‚sicheren Nicht-Verbreiter‘-Status einer Person auf der Grundlage des Nachweises ihrer Immunität gegen Krankheiten falsch ist.«
Als zweites Argument zitiert der Brief den unethischen Charakter der Impfpässe. »Menschen können verschiedene Gründe haben, warum sie nicht in der Lage oder nicht willens sind, die derzeit verfügbaren Impfstoffe zu erhalten, einschließlich, für einige Christen, ernsthafter Gewissensfragen im Zusammenhang mit der Ethik der Impfstoffherstellung oder -prüfung. Wir riskieren, eine Zweiklassengesellschaft zu schaffen, eine medizinische Apartheid, in der eine Unterschicht von Menschen, die eine Impfung ablehnen, von wichtigen Bereichen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen wird.«
Die Unterzeichner befürchten diesbezüglich sogar von einem Ende der »freien Demokratie«
Und drittens argumentieren sie: »wir [möchten]als christliche Führungspersönlichkeiten feststellen, dass wir uns keine Umstände vorstellen können, unter denen wir unsere Türen für diejenigen schließen könnten, die keinen Impfpass, kein negatives Testzertifikat oder einen anderen ‚Gesundheitsnachweis‘ haben. Für die Kirche Jesu Christi wäre es ein Anathema und eine Verleugnung der Wahrheit des Evangeliums, diejenigen auszuschließen, die vom Staat als sozial unerwünscht angesehen werden. Die Botschaft, die wir verkünden, ist von Gott für alle Menschen gegeben und besteht in nichts anderem als dem freien Geschenk der Gnade, das in Christus Jesus angeboten wird, mit dem universellen Aufruf zur Umkehr und zum Glauben an ihn. Menschen den Zugang zu verwehren, diese lebensspendende Botschaft zu hören und diesen lebensspendenden Dienst zu empfangen, wäre ein fundamentaler Verrat an Christus und dem Evangelium. Aufrichtige christliche Kirchen und Organisationen könnten dies nicht tun, und als christliche Leiter wären wir gezwungen, einem solchen Gesetz des Parlaments energisch zu widerstehen.«
Nicht nur in Großbritannien wird die Zulassung zur Messe oder zum Gottesdienst nur mit »Impfpass« diskutiert. Auch in Italien gibt es Debatten um einen solchen »grünen Pass«.


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