Bericht des Hudson Institute warnt:

China rüstet nuklear auf_ Der große Gleichstand mit Amerika als geopolitische Waffe

Die USA stehen vor einer strategischen Herausforderung: China baut nicht nur sein Arsenal massiv aus, sondern setzt Atomwaffen gezielt ein, um Vertrauen in Washingtons Schutzversprechen zu untergraben.

Ein neuer Bericht des konservativen Hudson Institute schlägt Alarm: China sei dabei, seine nukleare Schlagkraft massiv auszubauen – nicht zur Verteidigung, sondern zur Destabilisierung der US-geführten Ordnung in Asien. Bis Mitte der 2030er-Jahre werde Peking über eine vollständige Nukleartriade mit mehr als 1.000 Sprengköpfen verfügen. Ziel sei es, Zweifel an der amerikanischen Bündnistreue zu säen und asiatische Partner in strategische Passivität zu drängen, so die Analyse, auf die sich The National Pulse beruft.

Nukleare Erpressung durch China?

Der Bericht spricht von »nuklearer Erpressung« als neuem Werkzeug chinesischer Außenpolitik. Peking wolle durch Unsicherheit manipulieren – indem es die Frage aufwirft, ob Washington im Ernstfall wirklich bereit wäre, etwa Japan oder die Philippinen gegen einen chinesischen Angriff zu verteidigen. Der nukleare Gleichstand soll so zur Waffe gegen Vertrauen werden.

Hyperschallwaffen und orbitale Systeme

Diese Strategie geht weit über Zahlen hinaus: Neben neuen Silos, mobilen Raketen und U-Booten setzt China auch auf Hyperschallwaffen und orbitale Systeme. Gleichzeitig läuft eine Kampagne psychologischer Kriegsführung, um in Asien den Eindruck zu erwecken, die USA seien unzuverlässig, dekadent und gefährlich schwankend.

China will Indo-Pazifik dominieren

Die geopolitische Stoßrichtung ist klar: Peking will zur dominanten Macht im indo-pazifischen Raum aufsteigen – nicht durch Krieg, sondern durch Angst. Dabei bedient es sich moderner Abschreckungslogik, manipulativem Narrativ und militärtechnologischer Überlegenheit. Dass die Biden-Administration bislang keine kohärente Antwort darauf gefunden hat, befeuert Chinas Strategie zusätzlich.

Pax Americana in Asien und im Pazifik im Gefahr

Wenn die USA und ihre Verbündeten nicht bald reagieren – durch glaubwürdige Abschreckung, technische Aufrüstung und strategische Kommunikation –, droht ein nukleares Patt, das die Pax Americana in Asien ernsthaft untergräbt. Schweigen, Zurückhaltung und Hoffnung auf Wandel in Peking wären in diesem Fall keine Tugenden, sondern fatale Illusionen.

Sven von Storch

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