Der deutsche Bischof und ehemalige Sekretär von Papst Benedikt XVI. kritisierte die Kirche und ihre »übertriebene Staatstreue« beim Umsetzer der Corona-Restriktionen, wie katholisch.de berichtet.
»Wenn das Leibeswohl über das Seelenheil gestellt wird, und das war nicht nur mein Eindruck, dann stimmt etwas nicht«, sagte Gänswein in einem Interview mit dem »Vatican-Magazin« in der Dezember-Ausgabe. Er habe nie verstanden, »dass kirchliche Behörden staatliche Vorgaben teilweise sogar überholt und sich in der Krise so übertrieben staatstreu gezeigt haben«. Gänswein spottete, dass wohl die »Hygienevorschriften die Pastoral ersetzt« hätten.
Besondere Kritik erntete auch der deutsche »Synodale Weg«. »Bischof Voderholzer hat recht, wenn er vom Missbrauch des Missbrauchs spricht«, betonte er. Dieser Akt der Rebellion gegen das Lehramt und die römische Kirche sei ein Machtmissbrauch und Gänswein frage sich, ob » der synodale Weg überhaupt etwas für den Glauben bringt«. Von einer Vertiefung und Erneuerung des Glaubens sei »vom Establishment des deutschen Verbandskatholizismus« verspreche er sich wenig »Positives«.


Add new comment