Der plötzliche Tod des australischen Kardinals, der nach einem Herzstillstand im Anschluss an eine Routineoperation, der er sich in einer römischen Klinik unterzogen hatte, eintrat, hinterließ bei seinen zahlreichen Bewunderern einen Schock und machte deutlich, welches Gewicht Pell in einem nicht unerheblichen Teil der Kirche erlangt hatte. Derjenige, der mit Unbehagen bestimmte Beschleunigungen erlebt, die in diesem Pontifikat in »Öffnungsprozessen« zu beobachten sind, wie Il Giornale berichtet.
Nicht nur die Synode zur Synodalität beunruhigte den emeritierten Präfekten des Sekretariats für Wirtschaft. Der Vatikanist Sandro Magister hat nämlich aufgedeckt, dass Pell selbst der Verfasser eines Memorandums war, das von einem bisher anonymen Kardinal verfasst wurde und in dem alle Probleme in der Leitung der Kirche angeprangert wurden. Das unter dem Pseudonym Demos unterzeichnete Dokument, das im Heiligen Kollegium zirkulierte, beschränkte sich nicht auf Fragen der Lehre und der Seelsorge, sondern richtete sich auch gegen die finanzielle und rechtliche Situation.
Der anonyme Autor »Demos« eines Memorandums, das in Rom zirkulierte, wurde jüngst mit Kardinal Pell identifiziert.
»Demos« beschuldigte einen seiner Mitbrüder, Kardinal Jean-Claude Hollerich, in scharfer Form, »ausdrücklich häretisch« zu sein, weil er »die christliche Lehre über die Sexualität ablehnt«. Demos, bzw. Pell hielt es für notwendig, dass die Glaubenskongregation eingreift, um die Erklärungen des Luxemburger Jesuiten zu korrigieren, der eine Änderung der Lehre über Homosexualität gefordert hatte.
Das Memorandum, das Magister im März dieses Jahres in seinem Blog Settimo Cielo veröffentlichte, sprach mit deutlichen Worten über ein zukünftiges Konklave: »Die ersten Aufgaben des neuen Papstes werden die Wiederherstellung der Normalität, die Wiederherstellung der Klarheit der Lehre in Glauben und Moral, die Wiederherstellung der gerechten Achtung des Rechts und die Garantie sein, dass das erste Kriterium für die Ernennung von Bischöfen die Anerkennung der apostolischen Tradition sein wird.«


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