Es war ein Bild mit Symbolkraft: Donald Trump steht im Rosengarten des Weißen Hauses und kündigt am 2. April 2025 den »Liberation Day« an – einen Befreiungsschlag gegen die Abhängigkeit von China und den Ausverkauf der amerikanischen Industrie. Mit neuen, gezielten Zöllen will er erreichen, was jahrzehntelange Politikerreden versäumt haben: die Rückkehr zu echter wirtschaftlicher Souveränität.
Und was machen die Eliten? Sie geraten in Panik.
Denn, wie Michael Shellenberger trocken kommentiert: »Zivilisationen sterben, wenn die Eliten aufhören, sich um das einfache Volk zu kümmern.« Genau das sei in den USA geschehen – und nicht nur dort.
Die Fakten sprechen für sich: Während Amerika 1991 noch einen Handelsüberschuss von 38 Milliarden Dollar bei Hightech-Produkten hatte, liegt das Defizit heute bei 299 Milliarden. Die Corona-Krise hat brutal offengelegt, wie sehr man sich auf China und andere ausländische Lieferanten verlassen musste – sogar bei lebenswichtiger medizinischer Ausrüstung und Medikamenten.
Doch trotz CARES Act, CHIPS Act und aller Subventionen ist kaum Produktion zurückgekehrt. Der Stand der Industriearbeitsplätze ist heute exakt derselbe wie Ende 2019: 12,8 Millionen. Und während die globale Durchschnittszollrate bei 6,7 % liegt, begnügte sich Amerika bisher mit mageren 2,7 %.
Trump will das ändern – und stößt genau deshalb auf Widerstand. Nicht etwa von jenen, die es betrifft, sondern von den Eliten, die sich nie um die Nöte der Arbeiterklasse gekümmert haben. Für sie ist »Freihandel« ein Dogma, auch wenn es Millionen Arbeitsplätze gekostet und Städte in die Verzweiflung geführt hat.
Shellenberger bringt es auf den Punkt: »Die Liberalen und viele Konservative reagieren empört – aber warum eigentlich? Trump tut genau das, was seit Jahren gefordert wurde.« Und er tut es mit Blick auf nationale Sicherheit, wirtschaftliche Resilienz – und das Überleben der sozialen Mitte.
Doch der wahre Skandal liegt tiefer: Die Eliten haben verlernt, für ihr Volk zu denken. Für sie sind Abhängigkeit und Prekarisierung kein Problem, sondern globalisierte Realität. Und wer sich dagegen stellt – ob mit Zöllen oder mit gesundem Menschenverstand –, wird als Populist beschimpft.
Dabei zeigen Umfragen längst: Die Mehrheit der Amerikaner will eine starke heimische Industrie. Fast 70 % fordern drastische Reduktionen der illegalen Migration, 47 % sehen Globalisierung als Schaden, nur 33 % als Nutzen.
Trump handelt, während andere nur reden. Und das bringt jene zum Toben, die nie vorhatten, das System zu ändern – weil sie selbst davon profitieren.


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