Wenn die Wahlversprechen nicht wirken

Armee von Sozialen Medien Influencern soll Biden-Wahlkampf fördern

Verwischung der Grenzen von Politik und Sozialen Medien: Die Biden-Regierung ringt um Einfluss gerade bei jungen Menschen.

Der Plan der Biden-Regierung, eine »Armee« von Online-Influencern für die Wiederwahlkampagne 2024 zu rekrutieren, hat für Aufsehen und Kritik gesorgt. Präsident Biden, der seine Kandidatur noch nicht offiziell angekündigt hat, soll mit dieser Strategie auf junge Wähler abzielen und der Social-Media-Anhängerschaft des ehemaligen Präsidenten Trump entgegentreten. Axios berichtet, dass das digitale Strategieteam des Präsidenten bereits vier digitale Mitarbeiter eingestellt hat, die sich auf Influencer konzentrieren, darunter TikTokers, die auf der Gehaltsliste des Weißen Hauses und nicht der Biden-Kampagne stehen werden, wie Breitbart berichtet.

Kritiker argumentieren, dass dieser Ansatz Bedenken hinsichtlich der Verwischung der Grenzen zwischen Politik und sozialen Medien aufwirft, da das Weiße Haus im Wesentlichen Influencer einstellt, um eine politische Agenda zu fördern. Der Einsatz von unbezahlten Influencern, die mit den Ansichten der Regierung übereinstimmen, hat auch ethische Fragen über mögliche Interessenkonflikte aufgeworfen.

Darüber hinaus haben einige die Wirksamkeit des Einsatzes von Influencern als politische Instrumente in Frage gestellt. Auch wenn jüngere Wähler Biden bei den Wahlen 2020 unterstützt haben, bestehen Zweifel, ob Influencer wirklich Wähler beeinflussen können oder lediglich zum wachsenden Trend der politischen Polarisierung in den sozialen Medien beitragen.

Jen O'Malley Dillon, stellvertretende Stabschefin des Weißen Hauses, verteidigte die Strategie mit den Worten: »Wir versuchen, junge Menschen zu erreichen, aber auch Mütter, die verschiedene Plattformen nutzen, um sich zu informieren, sowie Klimaaktivisten und Menschen, die sich hauptsächlich digital informieren. « Kritiker argumentieren jedoch, dass die Konzentration auf Influencer möglicherweise nicht der effektivste oder ethischste Weg ist, diese Bevölkerungsgruppen anzusprechen.

Auch die Idee, dass Influencer möglicherweise einen eigenen Besprechungsraum im Weißen Haus bekommen könnten, stößt auf Skepsis. Einige sehen darin eine weitere Verwischung der Grenzen zwischen Medien, Politik und Unterhaltung und befürchten eine Bevorzugung von Influencern gegenüber traditionellen Journalisten, die professionellen Standards und ethischen Grundsätzen unterliegen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Plan der Biden-Administration, Influencer für die Wiederwahlkampagne 2024 zu rekrutieren, aufgrund potenzieller ethischer Bedenken, Fragen zur Effektivität und Bedenken hinsichtlich der Verwischung der Grenzen zwischen Politik und sozialen Medien kritisiert wurde. Während die Regierung die Strategie als eine Möglichkeit verteidigt, junge Wähler und andere Bevölkerungsgruppen zu erreichen, argumentieren Skeptiker, dass sie ethische Fragen aufwirft und möglicherweise nicht der effektivste Ansatz für die Ansprache von Wählern ist. Die Idee, dass Influencer möglicherweise einen eigenen Besprechungsraum im Weißen Haus erhalten, hat auch Bedenken hinsichtlich einer bevorzugten Behandlung und einer weiteren Vermischung von Medien und Politik aufgeworfen.

Sven von Storch

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