Irme Stetter-Karps Haltung zu AfD-Mitgliedschaft und Kirchenlehre sorgt für Kontroverse

AfD-Mitgliedschaft und kirchliches Amt unvereinbar

Stetter-Karps Unterstützung der Abtreibungspolitik und ihre Übereinstimmung mit der Entscheidung der Ampel-Koalition, Werbung für Abtreibung zu legalisieren, widersprechen allerdings der katholischen Lehre.

Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, hat mit ihrer Äußerung, die Mitgliedschaft in der Partei Alternative für Deutschland (AfD) sei unvereinbar mit Positionen in der katholischen Kirche, eine Debatte ausgelöst, wie Domradio berichtet. Stetter-Karp betonte, dass es zwar Übereinstimmungen zwischen der Kirche und den Positionen der AfD gebe, der Rechtsruck der Partei insgesamt aber den Grundwerten des Christentums widerspreche. In einem Interview mit der Website kirche-und-leben.de erklärte sie, dass sich diese Unvereinbarkeit auch auf jegliche Form von kirchlichen Ämtern erstrecken müsse.

Stetter-Karp wies darauf hin, dass die AfD im Laufe der Jahre immer weiter nach rechts gerückt sei und verwies auf Einschätzungen des Verfassungsschutzes. Sie schlug vor, die Kandidatur von AfD-Mitgliedern für kirchliche Ämter zu prüfen. Sie räumt zwar ein, dass konservative Kreise innerhalb der katholischen Kirche einige Positionen mit der AfD geteilt haben, betont aber auch, dass die jüngeren Positionen der Partei die restaurativen Positionen innerhalb der Kirche verstärkt haben.

Darüber hinaus warf Stetter-Karp die Frage auf, wie das Engagement der Kandidaten für christliche Werte und die demokratische Ordnung bei der Beurteilung ihrer Eignung für kirchliche Ämter zu bewerten sei. Sie räumte ein, dass sich diese Beurteilung an den jeweiligen Satzungen und Wahlordnungen orientieren sollte.

Stetter-Karps Ansichten geben selbst Anlass zu Bedenken, und verweisen auf ihre progressiven Positionen, die von der traditionellen katholischen Lehre abweichen. Ihre Unterstützung der Abtreibungspolitik und ihre Übereinstimmung mit der Entscheidung der Ampel-Koalition, Werbung für Abtreibung zu legalisieren, widersprechen der katholischen Lehre.

Stetter-Karps lautstarke Unterstützung der Abtreibungspolitik steht in direktem Widerspruch zur katholischen Lehre, die die Unantastbarkeit des Lebens betont. Ihr Eintreten für einen weitreichenden Zugang zu Abtreibungsverfahren steht im Widerspruch zur unerschütterlichen Haltung der Kirche zum Schutz des ungeborenen Lebens und lässt Zweifel an ihrer Treue zur katholischen Lehre aufkommen.

Ihre Missachtung der kirchlichen Lehre und Tradition schreien zum Himmel. Sie steht für Änderungen der kirchlichen Lehre ein, wie die Aufhebung des Zölibats für Priester und die Einführung von Frauen in das Priesteramt, die traditionellen Lehre der katholischen Kirche untergraben. Sie behaupten, dass ihr Streben nach Modernisierung die historische Identität der Kirche gefährdet.

Einige Kritiker werfen Stetter-Karp vor, bei der Erörterung konservativer Positionen eine aufrührerische Sprache zu verwenden, und meinen, dass ihre Bezeichnung bestimmter Standpunkte als „restaurative Positionen“ zur Spaltung der Kirche beiträgt.

Das ZdK sollte aufhören, den Eindruck zu erwecken, sie könnten durch ihre nationale Initiative die „katholische Weltkirche nach ihrem Gutdünken umkrempeln,“ wie Kardinal Müller es formulierte.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.