Sie zittert jetzt schon vor der Debatte:

ABC News lehnt Kamala Harris Forderung nach Änderung der Debattenregeln ab

Kamala Harris wollte eine Änderung der Mikrofonregeln für das bevorstehende TV-Duell mit Donald Trump erzwingen – ohne Erfolg.

Kamala Harris, die Vizepräsidentin der USA und Präsidentschaftskandidatin der Demokraten für 2024, hat versucht, eine Änderung der Regeln für die anstehende Debatte gegen Donald Trump durchzusetzen. Sie wollte, dass die Mikrofone während der gesamten Debatte ununterbrochen eingeschaltet bleiben, auch wenn einer der Kandidaten nicht spricht. Dieser Vorschlag wurde jedoch von ABC News, dem Veranstalter der Debatte, abgelehnt, wie Legal Insurrection berichtet.

Die Regeln für die Debatte, die am 10. September 2024 im National Constitution Center in Philadelphia stattfinden soll, sehen vor, dass die Mikrofone stummgeschaltet werden, wenn ein Kandidat nicht an der Reihe ist zu sprechen. Diese Regel wurde bereits bei einem früheren Duell zwischen Trump und Joe Biden im Juni 2024 angewendet und soll ein geordnetes und faires Format gewährleisten.

Harris' Forderung wird als Versuch gewertet, eine ähnliche Taktik wie im Jahr 2020 anzuwenden, als sie in einer Debatte mit Mike Pence erfolgreich das »I'm speaking«-Narrativ aufbaute und sich als Opfer von Mansplaining darstellte. Dieses Mal jedoch könnte das Risiko bestehen, dass sie die Sendezeit selbst füllen muss, ohne durch Zwischenrufe von Trump unterbrochen zu werden – ein Szenario, das für ihre Kampagne potenziell gefährlich ist.

ABC News hat klargestellt, dass die Debatte nach den sogenannten »CNN-Regeln« ablaufen wird, die auch ein Verbot von vorab verfassten Notizen und Requisiten sowie das Fehlen eines Publikums umfassen. Diese Entscheidung könnte Harris in eine schwierige Lage bringen, da ihr Team nun entscheiden muss, ob sie die Bedingungen akzeptiert oder die Teilnahme an der Debatte absagt, was als großer Rückschlag für ihre Kampagne gewertet werden könnte.

In der politischen Landschaft 2024 könnte diese Entscheidung für beide Seiten entscheidend sein, insbesondere angesichts der engen Wahlprognosen und der Bedeutung der Fernsehdebatten im Präsidentschaftsrennen.

Kamala Harris steht nun vor der Wahl, sich den festgelegten Regeln zu beugen oder eine neue Strategie zu finden, um ihre Botschaften im Wahlkampf effektiv zu vermitteln. Trump hingegen könnte von der Entscheidung profitieren, da die strengen Regeln eine Struktur bieten, in der seine Gegnerin möglicherweise weniger Raum für improvisierte Angriffe hat.

Sven von Storch

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