Biden gewährt größte Amnestie in der US-Geschichte:

1.500 Strafen ausgesetzt, 39 Begnadigungen

Biden deutete an, dass er weitere Schritte zur Begnadigung von Straftätern unternehmen wolle, was die Erwartungen an seine Restamtszeit anheizte.

Am 12. Dezember 2024 gab das Weiße Haus bekannt, dass Präsident Joe Biden eine historische Maßnahme zur Begnadigung und Strafmilderung ergriffen hat. An diesem Tag wurden 1.500 Haftstrafen für Insassen, die während der COVID-19-Pandemie unter Hausarrest standen und erfolgreich in ihre Gemeinschaften reintegriert wurden, umgewandelt. Außerdem wurden 39 Personen für nicht-gewalttätige Straftaten begnadigt. Dies markiert die größte Amnestie an einem einzigen Tag in der modernen US-Geschichte, wie Fox News berichtet.

Die Begnadigungen und Strafmilderungen erfolgten im Rahmen von Bidens fortlaufender Bemühung, das Justizsystem zu reformieren und gerechte Chancen für Rehabilitation zu fördern. Laut dem Weißen Haus ist diese Entscheidung ein bedeutender Schritt, da Biden nun mehr Amnestien gewährt hat als jeder seiner Vorgänger zu diesem Zeitpunkt seiner Präsidentschaft. Biden betonte, dass weitere Begnadigungen und Strafmilderungen in den kommenden Wochen folgen könnten, da seine Verwaltung weiterhin Anträge auf Straferlass überprüfe, um »gleiche Gerechtigkeit unter dem Gesetz zu fördern und Menschen eine zweite Chance zu geben«.

Diese Entscheidung kam zu einem heiklen Zeitpunkt, da Biden für die Begnadigung seines Sohnes, Hunter Biden, massive Kritik erntete. Der Präsident hatte zuvor mehrfach versichert, er werde in den Fall seines Sohnes nicht eingreifen, nur um am 1. Dezember 2024 zurückzukehren und ihn von schweren Anklagen im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung und Waffenbesitz zu befreien. Laut einer Umfrage von Associated Press stimmten nur 2 von 10 Amerikanern dieser Entscheidung zu, was zu einem weiteren politischen Aufschrei führte.

Die Entscheidung zur Begnadigung von Hunter Biden löste nicht nur öffentliche Entrüstung aus, sondern auch juristische Bedenken. Ein Richter kritisierte die Entscheidung und die wiederholte Behauptung, dass die Ermittlungen politisch motiviert gewesen seien. Trotz dieser Kritik verteidigte Biden seine Entscheidung und sagte, sein Sohn sei »nur wegen seiner familiären Bindung« ins Visier geraten, was seine persönlichen Angreifer zu entmutigen versuche.

Biden deutete an, dass er weitere Schritte zur Begnadigung von Straftätern unternehmen wolle, was die Erwartungen an seine Restamtszeit anheizte. Besonders bemerkenswert ist, dass sich dieser Schritt mit der fortschreitenden Diskussion über die Reform des US-Strafvollzugs und die Bedingungen von Haftstrafen deckt. Während einige Bürger und Politiker seine Entscheidungen als notwendigen Schritt in Richtung einer gerechteren Gesellschaft begrüßen, sehen andere die Politik als Versuch, das Vertrauen in das Justizsystem zu untergraben.

Sven von Storch

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