Ein weiterer traditionsverbundener katholischer Blog wurde von der digitalen Bildfläche getilgt. Seit dem 11. Juli ist die italienische Seite Messa in Latino nicht mehr erreichbar – wie Katholische.info berichtet. Die Löschung durch Google erfolgte ohne Vorwarnung, vermutlich als Reaktion auf ein Interview mit dem Liturgiewissenschaftler Don Nicola Bux, der darin offen über »die Lügen von Papst Franziskus« im Zusammenhang mit dem Motu proprio Traditionis custodes sprach.
Messa in Latino war seit 2008 eine zentrale Stimme für den überlieferten Ritus und stand dem Motu proprio Summorum Pontificum von Papst Benedikt XVI. nahe. Die Seite kritisierte regelmäßig liturgischen Mißbrauch und die schleichende Entsakralisierung der Messe. Nun reiht sie sich ein in eine wachsende Liste zensierter katholischer Plattformen, zu der auch Chiesa e post concilio und Caminante Wanderer gehören. Alle wurden 2025 ohne Ankündigung gelöscht – alle liefen auf Googles Plattform Blogger.
Der Verdacht liegt nahe, daß gezielte Kritik an Franziskus, insbesondere am liturgischen Kahlschlag durch Traditionis custodes, zur digitalen „Exkommunikation“ geführt hat. Don Bux hatte in seinem Interview etwa gefragt: »Was, wenn der Herr den überlieferten Ritus als Instrument für die Erneuerung Seiner Kirche einsetzen will?« Für Silicon Valley offenbar zu ketzerisch.
Die Gleichschaltung der digitalen Öffentlichkeit schreitet voran – und trifft zunehmend jene Stimmen, die an der überlieferten katholischen Wahrheit festhalten. Während „Woke“-Seiten und gotteslästerliche Inhalte problemlos online bleiben, wird ausgerechnet der ehrfürchtige Kult der Kirche zum Ziel von Löschaktionen. Der einstige Traum vom freien Internet ist endgültig ausgeträumt – zumindest für jene, die an Christus, Liturgie und Wahrheit festhalten.


Add new comment