Bioethik im Land erlebt Niederlage

Frankreichs Bischöfe_ Beten und Fasten gegen neues Bioethikgesetz

Heftige Kritik an einem neuen Gesetzesentwurf in Frankreich. Katholische Bischöfe mischen sich ein.

Vier Tage lang sollen Katholiken an einem Kurs teilnehmen, um zu beten, fasten und meditieren. Auch biblische Texte und Reflektionen werden angeboten. Der Kurs trägt den Titel: »Die Blindheit verlassen«.

Die französischen Bischöfe informieren dazu, wie La Croix berichtet:

»Der Gesetzentwurf birgt ernste Gefahren für unsere Gesellschaft, indem er die Ordnung der menschlichen Zeugung umstößt, indem er ein Recht auf das Kind eröffnet, anstatt die Rechte des Kindes zu verteidigen, und indem er eine Forschung an menschlichen Embryonen organisiert, die deren Integrität nicht respektiert. Erleben wir nicht eine weit verbreitete Blindheit gegenüber der Würde eines jeden Menschen, der kostenlos ins Dasein kommt und brüderlich aufgenommen werden muss?«

Weiter erlaube der Gesetzentwurf, dass befruchtete Eizellen außerhalb der medizinischen Notwendigkeit erhalten bleiben, sowie Erleichterungen im Bereich der Forschung am Embryo.

Schon lange kritisierte die Kirche in Frankreich die »Exzesse« und »Regression« der Bioethik im Land. Dieser Gebetsaufruf war ein konkreter Schritt, den Unmut in eine aktive Initiative umzusetzen.

Sven von Storch

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