Präsident Joe Biden sagte am Sonntag, dass der neue Ausbruch der Affenpocken »jeden« beunruhigen sollte, da er die Gesundheitsexperten auf der ganzen Welt weiterhin vor ein Rätsel stellt, wie Fox News berichtet.
»Jeder sollte darüber besorgt sein«, sagte Biden in Südkorea, während er mit einer Gruppe von Reportern sprach, bevor er an Bord der Air Force One nach Japan flog, wie Reuters berichtete.
Die Äußerungen des Präsidenten kamen zu einem Zeitpunkt, als in Afrika zahlreiche Ausbrüche von Affenpocken gemeldet wurden, gefolgt von weiteren gemeldeten Fällen in Europa und den Vereinigten Staaten.
»Wir arbeiten daran, um herauszufinden, was wir tun können«, fügte Biden hinzu.
Während es weltweit mindestens 80 bestätigte Fälle der Krankheit und weitere 50 Verdachtsfälle gibt, wurden in den USA nur zwei Fälle bestätigt, nachdem bei einem Mann in Massachusetts die Krankheit diagnostiziert worden war. Ein weiterer Mann in New York City wurde ebenfalls positiv auf Affenpocken getestet.
Fälle wurden aus Großbritannien, Spanien, Portugal, Italien, den Vereinigten Staaten, Schweden und Kanada gemeldet, allesamt von Personen, die angeblich keine Reiseerfahrung mit Afrika hatten. Frankreich, Deutschland, Belgien und Australien meldeten diese Woche ebenfalls bestätigte Fälle.
Obwohl keine Todesfälle im Zusammenhang mit Affenpocken gemeldet wurden, hat das weltweite Phänomen die medizinischen Experten verblüfft.
»Ich bin fassungslos darüber. Jeden Tag wache ich auf und sehe, dass weitere Länder infiziert sind«, sagte Oyewale Tomori, ein Virologe und Mitglied des Beratungsausschusses der Weltgesundheitsorganisation.
»Dies ist nicht die Art der Ausbreitung, die wir in Westafrika gesehen haben, es könnte also etwas Neues im Westen passieren«, fügte er hinzu.
Nach Schätzungen der WHO können die Affenpocken für bis zu einem von zehn Menschen tödlich sein, obwohl die Ähnlichkeit mit dem Pockenvirus einen gewissen Schutz durch Pockenimpfungen ermöglicht.
Die Symptome treten ein bis zwei Wochen nach der Infektion auf und umfassen zunächst meist grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit. Nach etwa fünf Tagen beginnt die Phase der Hauteruptionen, in der ein Ausschlag auftritt, der sich oft auf verschiedene Körperregionen ausbreitet.


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