Reichtum ohne Arbeit, Vergnügen ohne Gewissen, Politik ohne Prinzip

Wir sind Zeugen des größten Betrugs der westlichen Zivilisation

Filmregisseur Emir Kusturica kritisiert Neoliberalismus und korporativen Sozialismus in Ansprache.

Der serbische Filmregisseur und Musiker Emir Kusturica hat in seiner Dankesrede für die Verleihung der Präsidentenmedaille Serbiens den Postmodernismus und Neoliberalismus scharf kritisiert, wie iFamNews berichtet.

So griff er vor allem die Zersetzung der Gesellschaft, der Autorität und der natürliche Familie an:

»Der Mensch ist der Pflanzenwelt ähnlich, wie auch der Tierwelt. Wie kann der Wolf ohne sein Rudel leben, und die Biene ohne ihre Königin? Sie können es nicht. Und so hätte auch mein Vater nicht ohne seine Familie leben können. Das waren die Tage der großen Hoffnungen bei uns, wir waren ein Haufen Träumer,« so Kutschera.

Er führte den Werteverlust auf den geheimen Sieg des Kommunismus zurück:

»Mein Vater sagte immer, dass der Kommunismus bis zum Jahr 2000 kommen würde. Wie lustig waren seine Worte damals, hinter denen sich eine Reflexion von Gramscis These verbarg, dass die Familie der Inbegriff von etwas Verwerflichem ist, die Wiege autoritärer Ideen, die nicht-demokratische Zelle in der Gesellschaft, eine Idee, die der italienische Theoretiker und Kolumnist auf einem Stück Papier durchgestrichen hat.«

»Alle, die das marxistische Erbe antreten, haben es immer auf die Familie abgesehen und darauf bestanden, dass sie abgeschafft werden sollte. Ich glaube, dass das theoretisch nicht machbar ist, aber sie versuchen es auf die unaufrichtigste Art und Weise, und zwar auf globalem Niveau. Bloß ein Dutzend Multimilliardäre erschafft diesen korporativen globalen Sozialismus,« fügte er hinzu.

Wichtiger noch war sein Zitat Ghandis, mit dem er die sieben »sozialen Sünden« wiederholte, an denen der Westen untergehen wird:

»1. Reichtum ohne Arbeit;
2. Vergnügen ohne Gewissen;
3. Wissen ohne Charakter;
4. Politik ohne Prinzip;
5. Kommerz ohne Moral;
6. Wissenschaft ohne Menschlichkeit, und
7. Religion ohne Opferbereitschaft.«


Trotz der schlechten Vorzeichen wiederholte Kusturica seine Überzeugung, dass die Familie nie untergehen könne, auch der (korporative) Sozialismus werde dies nicht bewerkstelligen:

»Die Familie wird nun in Büchern, Filmen und Fernsehserien abgeschafft, und jedes größere Werk handelt unter anderem vom Untergang der Familie. Aber die Sache ist die, dass die Familie niemals abgeschafft werden kann, weil die Emotionen die Blätter sind, auf denen die Musik der Familie gespielt wird – und nicht einfach eine Entscheidung von z.B. Trotzki oder sonst jemandem, einschließlich der heutigen Schöpfer des korporativen Sozialismus.«

Sven von Storch

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