Die Krise in der katholischen Kirche spitzt sich weiter zu. Während sich die Welt auf das nächste Papstkonklave vorbereitet, warnt Dr. Ralph Martin eindringlich vor einer realen Gefahr: Kardinäle, die de facto exkommuniziert sind, könnten dennoch über den nächsten Pontifex entscheiden, so LifeSiteNews.
Der katholische Bischof Thomas Paprocki hat kürzlich mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass Figuren wie Kardinal Robert McElroy und Kardinal Jean-Claude Hollerich offene Häresien vertreten. Sie verneinen nicht nur die traditionelle kirchliche Lehre zur Eucharistie und zur Sexualmoral, sondern stellen sich in direktem Widerspruch zur göttlichen Offenbarung. Doch anstatt solche Prälaten zu entlassen, befördert Papst Franziskus sie gezielt in höchste Ämter.
Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass die katholische Kirche eine klare Rechtsgrundlage gegen Häresie hat: Nach Can. 1364 des Kirchenrechts zieht eine hartnäckige Leugnung von Glaubenswahrheiten die automatische Exkommunikation nach sich. Doch während dies für einfache Gläubige oder konservative Priester oft gnadenlos angewandt wird, scheint für progressive Bischöfe und Kardinäle eine andere Regel zu gelten.
Die Frage ist brisant: Wie kann ein Kardinal, der de jure exkommuniziert ist, an einem Konklave teilnehmen? Es wäre ein ungeheuerlicher Bruch mit der kirchlichen Tradition – und dennoch wird es immer wahrscheinlicher.
Papst Franziskus hat es verstanden, seine Agenda strategisch abzusichern. Seit seiner Wahl hat er das Kardinalskollegium systematisch mit gleichgesinnten Theologen besetzt, die seine Vorstellungen einer »offenen Kirche« vorantreiben. Eine Kirche, die sich vom Depositum Fidei – dem überlieferten Glaubensgut – loslöst, um eine moderne, anpassungsfähige Institution zu werden.
McElroy selbst hat bereits durchblicken lassen, dass es ihm nicht um eine bloße Anpassung, sondern um eine grundlegende Neuausrichtung geht: »Der synodale Prozess sucht nichts weniger als eine Umgestaltung der Kultur der Kirche, die über Generationen hinweg bestehen wird.«
Die Lage ist ernst: Sollte Franziskus‘ Strategie aufgehen, könnte sein Nachfolger noch radikaler sein. Das nächste Konklave könnte zur Bühne einer beispiellosen kirchlichen Umgestaltung werden – nicht auf Basis von göttlicher Offenbarung, sondern unter dem Einfluss von Theologen, die sich längst von der katholischen Lehre verabschiedet haben.


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