Zahlreiche Bataillonskommandeure stimmen ihm zu

US-Offizier entlassen, nachdem er Bidens Afghanistan-Strategie kritisiert hatte

Menschen seien wegen politischer Unfähigkeit gestorben – in einem viralen Video spricht Infanterieoffizier Scheller Klartext.

Oberstleutnant Stuart Scheller, ein Infanterieoffizier und Bataillonskommandeur der US-Marine, wurde Ende letzter Woche entlassen, nachdem er ein Video veröffentlicht hatte, indem er Rechenschaft für das Versagen in Afghanistan verlangte, wie The Daily Wire berichtete. Im Video forderte er, dass Mitglieder der Regierung Biden für das Desaster in Afghanistan, das zum Tod von mindestens 13 US-Soldaten geführt hat, zur Verantwortung gezogen werden.

»Ich mache dieses Video nicht, weil es eine emotionale Zeit ist, sondern weil ich eine wachsende Unzufriedenheit und Verachtung für meine wahrgenommene Unfähigkeit auf außenpolitischer Ebene empfinde«, erklärte Scheller. »Und ich möchte einigen meiner führenden Mitarbeiter gezielt Fragen stellen.«

»Wenn ich bereit bin, meinen derzeitigen Posten als Bataillonskommandeur, meinen Ruhestand und die Stabilität meiner Familie aufs Spiel zu setzen, um einige der Dinge zu sagen, die gesagt werden müssen, dann darf ich Ehrlichkeit, Integrität und Verantwortlichkeit von meinen hochrangigen Führungskräften verlangen«, fuhr er fort.

»Der Grund, warum die Menschen in den sozialen Medien so aufgebracht sind, ist nicht, dass der Marine auf dem Schlachtfeld jemanden im Stich gelassen hat, dieser Soldat hat sich immer der Situation gewachsen gezeigt und Außergewöhnliches geleistet. Die Menschen sind verärgert, weil ihre Vorgesetzten sie im Stich gelassen haben. Und keiner von ihnen hebt die Hand und übernimmt die Verantwortung, sagt, dass wir es vermasselt haben.«

»…Wir haben einen Verteidigungsminister, der im Mai vor dem Kongress ausgesagt hat, dass die afghanischen Sicherheitskräfte dem Vormarsch der Taliban standhalten können. Wir haben einen Vorsitzenden der Joint Chiefs - dem der Kommandant angehört -, der uns in militärpolitischen Fragen beraten soll. Wir haben einen Marine Combatant Commander. All diese Leute sollen uns beraten. Ich bin nicht der Meinung, dass wir für immer in Afghanistan hätten bleiben müssen. Aber ich sage schon, dass einer von den Ratgebern seinen Rand auf den Tisch hätte legen müssen, um dem Präsidenten zu erklären, dass es eine schlechte Idee ist den Flugplatz Bagram aufzugeben, bevor wird alle Menschen dort evakuiert haben. Hat das jemand getan? Und als man nicht daran dachte, das zu tun, hat da jemand die Hand gehoben und gesagt, wir haben das total vermasselt?"

»Und was ich sagen will, ist, dass aus meiner Sicht möglicherweise all diese Menschen umsonst gestorben sind, wenn wir keine Führungspersönlichkeiten haben, die zu ihrer Verantwortung stehen und die Hand heben und sagen, dass wir das am Ende nicht gut gemacht haben«, schloss er.

»Wenn wir das nicht tun, wiederholen wir nur die gleichen Fehler. Dieser Zusammenschluss von Wirtschaft, Unternehmen, Politik und höherem Militär hält seinen Teil der Abmachung nicht ein. Ich möchte dies mit aller Deutlichkeit sagen. Ich habe 17 Jahre lang gekämpft. Ich bin bereit, alles aufzugeben, um meinen führenden Politikern zu sagen, dass ich Rechenschaft verlange.«

Scheller schloss mit den Worten: »Ich habe Freunde, die Bataillonskommandeure sind, die gerade ähnliche Dinge posten. Sie fragen sich, ob all die Menschen, die wir in den letzten 20 Jahren verloren haben, umsonst gewesen sind.«

Sven von Storch

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