Nach Monaten des Drucks präsentiert Trump in Davos einen „Framework Deal“

Rahmenabkommen statt Drohkulisse: Trumps Grönland-Strategie nimmt Gestalt an

Während europäische Politiker noch über Tonfall und Stil klagen, hat Washington längst Fakten geschaffen: Grönland wird Teil einer arktischen Sicherheitsarchitektur – ohne Schuss, aber mit klaren Interessen.

Bild: Trump in Davos, Flickr, White House Archive


Präsident Donald Trump hat in Davos überraschend einen „framework of a future deal with respect to Greenland“ verkündet und zugleich die angekündigten Strafzölle gegen europäische Staaten ausgesetzt, wie die *New York Post* berichtet. Was wie ein abruptes Zurückrudern wirkt, ist in Wahrheit die nächste Phase einer konsequenten Strategie: Druck aufbauen, Gespräch erzwingen, Ziel sichern.

Nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprach Trump von einem „Konzept eines Deals“, das nicht nur Grönland, sondern die gesamte Arktis betreffe. Militärische Optionen schloss er erneut ausdrücklich aus: „I don’t have to use force. I don’t want to use force. I won’t use force.“

Strategische Ziele ohne formale Annexion

Auffällig ist, dass Trump die Frage nach formaler US-Souveränität bewusst offenließ. Stattdessen betonte das Weiße Haus, die USA würden mit diesem Abkommen „alle strategischen Ziele mit sehr geringen Kosten und dauerhaft“ erreichen. Hinter den Kulissen wird deutlich, worum es tatsächlich geht: nicht um Flaggen auf Landkarten, sondern um reale Kontrolle über sicherheitsrelevante Räume.

Diskutiert wird laut europäischen Quellen die Übertragung der Souveränität über die Pituffik Space Base im Norden Grönlands an die USA. Diese Basis ist seit 1951 militärisch in US-Hand, das Land gehört jedoch formal Dänemark. Ein solcher Schritt wäre historisch bedeutsam, ohne dass eine vollständige Annexion nötig wäre. Vergleichbare Konstruktionen existieren etwa bei britischen Militärbasen auf Zypern.

Zölle als Hebel, nicht als Ziel

Trumps angedrohte Zölle gegen Dänemark, Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Schweden, Finnland und Norwegen waren kein Selbstzweck. Sie dienten als politischer Hebel. Kaum steht ein Verhandlungsrahmen, werden sie ausgesetzt. Die Börsen reagierten sofort positiv.

Der dänische Außenminister sprach von einem „besseren Ende des Tages“ und begrüßte, dass Trump sowohl Gewalt als auch Handelskrieg vom Tisch nahm. Genau das war offenbar die gewünschte Dynamik: Eskalation ankündigen, Verhandlung erzwingen, Deeskalation als Erfolg präsentieren.

Arktis als künftiger Brennpunkt

Trump verband den Deal ausdrücklich mit Raketenabwehr, Rohstoffen und der künftigen Sicherheitsarchitektur des Westens. „Wenn es einen Krieg gibt, werden die Raketen genau über dieses Stück Eis fliegen“, sagte er in Davos. Damit benennt er offen, was europäische Regierungen ungern aussprechen: Die Arktis wird geopolitisch zentral.

Russland und China investieren massiv in arktische Routen und Infrastruktur. Wer Grönland sicherheitspolitisch einbindet, kontrolliert einen der entscheidenden Räume der kommenden Jahrzehnte.

Europa reagiert – Amerika gestaltet

Während das Europäische Parlament noch mit dem Einfrieren von Handelsgesprächen reagierte und von „Bedrohung der territorialen Integrität“ sprach, hat Washington die Diskussion längst auf eine neue Ebene gehoben. Es geht nicht mehr um die Frage, ob die USA Interesse an Grönland haben, sondern nur noch darum, in welcher Form dieses Interesse institutionell verankert wird.

Trump hat damit etwas erreicht, das in der internationalen Politik selten geworden ist: Er hat ein Thema, das vorher als abwegig galt, zur realen Verhandlungsmaterie gemacht.

Am Ende steht keine Invasion, keine Annexion, kein Krieg – sondern ein Rahmenabkommen, das die strategische Position Amerikas im hohen Norden festigt. Ohne Gewalt, aber mit unmissverständlicher Klarheit darüber, was nationale Interessen bedeuten.
 

Sven von Storch

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Comments

Glass Steagall Act

22.01.2026 | 15:11

Von 37 Rohstoffen, die Europa als wichtig eingestuft hat, lagern allein 23 davon in großen Mengen unter Grönlands Eis! Ausreichend für Jahrzehnte! Davon seltene Erden und weitere wichtige Materialien für unsere Industrie! Die Frage ist nun, warum hat sich Europa seit Jahrzehnten nicht darum gekümmert? Stattdessen kümmert sich Europa um Kriegsaufrüstung, Klimawahn, Migrationsirrsinn und Genderwahn! Während die ganze Welt in Zukunftsmärkte investiert und sich strategische Rohstoffe sichert, zerstört sich Europa selbst und greift noch nicht einmal nach den Rohstoffen, die vor der Haustür liegen! Da muss erst Trump kommen und Anspruch auf Grönland erheben! Europa ist einfach zu doof sich selbst zu helfen!

" ... Europa zu doof ..."?

Für mich ist "Europa", m.a.W. Politik und Medien Europas, nicht "doof" sondern stark unterwandert mit gekauften und/oder erpreßten Marionetten der europafeindlichen WEF-Globalisten.

Kein Mensch, der es in Politik oder Medien weit nach oben geschafft hat, kann so doof sein, eine Flut von Migranten ins Land zu lassen und sie auch noch jahrelang rundum zu versorgen.

Oder Wirtschaft und Wohlstand Europas durch völlig kontraproduktive Maßnahmen bezüglich Klima, Energieversorgung, Verzicht auf russisches Gas oder Unterstützung der Ukraine zu zerstören.

Und solchen Landesverrätern ist es natürlich auch nicht erlaubt, sich für den Zugang zu Rohstoffresourcen (z.B. in Grönland) einzusetzen. Die schlafen nicht - die dürfen nicht - am allerwenigsten die deutschen ...

Hans-Peter Klein

22.01.2026 | 17:15

Wie wird Staatsmann Trump denn reagieren, wenn ihm der ungefragte, direkte Zugriff auf die strategischen Rohstoffe seitens Dänemark verwehrt wird ?
Wenn Dänemark "Nej" sagt, also Nein !
Wenn er sie lediglich durch Kauf erwerben kann zu den üblichen Marktkonditionen ?

Hier könnte Europa endlich mal zeigen wie stark es ist in seinem Zusammenhalt, seinem strategischen Denken,  in seiner wirtschaftlichen, technischen und auch militärischen Kompetenz in einer geopolitisch zentralen Frage.

Frankreich könnte z.B. in Absprache mit Dänemark und den europäischen NATO-Verbündeten auf Grönland Atomwaffen stationieren.
Nur für den theoretisch denkbaren Fall , da will sich jemand ungefragt seine Rohstoffe auch ohne Zustimmung und Erlaubnis Dänemarks anheimsen.

Wir denken da natürlich sofort an China, Russland,
und so weiter ...
Europa würde endlich wieder ernst genommen, von allen,
ob China, Russland, und so weiter ...

MfG, HPK

Ekkehardt Fritz Beyer

22.01.2026 | 17:24

... „Was wie ein abruptes Zurückrudern wirkt, ist in Wahrheit die nächste Phase einer konsequenten Strategie: Druck aufbauen, Gespräch erzwingen, Ziel sichern.“ ...

Weil Donald den merzigen Satz: "Wir werden Grönland vor der Bedrohung durch Russland schützen" https://rtde.team/inland/268005-merz-in-davos-wir-werden/ etwa als Drohung verstand?

Und wie kann sich Deutschland vor diesem Fritze schützen???https://www.google.com/search?q=wie+sich+deutschland+vor+merz+sch%C3%BCtzen+kann&sca_esv=0b64f9733fed06e0&ei=RkpyaYbULNLhxc8PwvqdwAo&ved=0ahUKEwiGj_fuwp-SAxXScPEDHUJ9B6gQ4dUDCBE&uact=5&oq=wie+sich+de…

Ältere "Boomer" - so wie ich  selbst (nebst sog. "Ehe-Frau" (w))  - und auch sicherlich die sog. christliche "Mutti" M. aus der Ex-Tattterääähh - können sich  noch sehr gut daran erinnern, wie einige Schaf-Inseln das komplette British Empire zum brutalen KRIEG verleitet hatten :

https://de.wikipedia.org/wiki/Falklandkrieg

...es fühlte sich in der BRD damals - aus der Ferne - fast  so an, als sei der höchst-dekorierte- & hochverdiente "Bomber-Harris" ein ätzender und widerwärtiger Kriegsverbrecher gewesen ... obwohl er ja bekanntlich- und sicherlich unbestreitbar, so denke ich, ein absoluter  KRIEGS-HELD der freien Welt  war :

https://en.wikipedia.org/wiki/Statue_of_Arthur_Harris

...ich finde es als (verhasster und öffentlich geschmähter) "Boomer" ... und als Sohn eines 1949`er Kriegsheimkehrers aus Toapse (RUSSLAND)  - unter K. Adenauer / CDU)  ...  sehr gut, dass US-Präsident Donald Trump - heute - nicht wieder die "eiserne Kriegs-Lady"  Maggie aus dem dunkelsten Kohlenkeller des Weißen Hauses rausholt !!! 

---- Ich denke : zwischen US-Präsident Trump und dem britischen Kriegshelden Bomber Harris & der eisernen Lady der (heutigen Mercosur-) Schafsinseln gibt es  - Gott sei`s gedankt - äußerst  beträchtliche Unterschiede ... und zwar zwischen den beiden angelsächsischen  Schafs-OHREN auf den britischen Inseln !!!
 

+++ "Our God save US-President Donald TRUMP !!!" +++

MP

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