Der hochangesehene Fuldaer Priester im Ruhestand, Winfried Abel, hat in einem offenen Brief an Generalvikar Martin Stanke seine Loslösung vom Bistum Fulda bekanntgegeben. Grund dafür ist die Unterstützung von Homo-»Segnungen« sowie die offizielle Grußbotschaft des Bistums an die »Christopher Street Day«-Parade. Abel betont, er könne in guter Gewissensverantwortung nicht mehr Teil eines Bistums sein, das »nicht mehr von der säkularen Gesellschaft zu unterscheiden« sei, wie Sign of the Cross Media berichtet.
Warnung vor der Ursünde Stolz
Der 86-Jährige erinnert daran, dass »Pride« im christlichen Verständnis die Ursünde des Menschen darstellt und bereits den Sündenfall ausgelöst habe. In seinem Brief beschreibt Abel die Parade als »bunte Aufführung von Perversionen« und als »Verherrlichung geschmackloser Obszönitäten«.
Schock über Homo-»Segnungen«
Besonders kritisierte Abel die jüngst von den deutschen Bischöfen veröffentlichten Richtlinien, die die Segnung von homosexuellen, wiederverheirateten und anderen »irregulären« Verbindungen vorsehen. Diese seien kurz nach dem Tod von Papst Franziskus veröffentlicht worden. Abel zeigte sich »tief erschüttert« darüber, dass seine Kirche in Deutschland »nicht mehr zwischen sexueller, erotischer, freundschaftlicher und göttlicher Liebe unterscheiden« könne.
Unterscheidung zwischen Segen und Fluch
Abel warnte, dass die Kirche nicht das Recht habe, homosexuelle Verbindungen zu segnen, da sie im Ungehorsam gegenüber Gottes Geboten verharrten. »Wer hier die Schrift ideologisch uminterpretiert, richtet sich ein eigenes Lehramt ein«, schrieb er. Statt eines Segens liege hier ein Fluch vor, da die Betroffenen nicht zur Umkehr bereit seien.
Bruch mit dem Bistum Fulda
Zum Abschluss erklärte Abel, er könne sich künftig nicht mehr als »Priester des Bistums Fulda« bezeichnen, sondern lediglich als »Priester der Römisch-Katholischen Kirche«. Nur in der Verbindung mit Rom sehe er noch die Garantie, dass die Kirche Jesu Verheißung standhalte, die Pforten der Hölle würden sie nicht überwältigen.


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