Als Reaktion auf LifeSiteNews verteidigte Papst Franziskus seine Restriktionen von 2021 bezüglich der traditionellen Liturgie der Kirche und erklärte, dass sämtliche Gründe für seine Einschränkungen im Motu Proprio »Traditionis Custodes« zu finden seien.
»Lesen Sie das Motu Proprio; alles ist dort für Sie«, sagte Papst Franziskus heute zu LifeSiteNews' Vatikan-Korrespondenten, als er gefragt wurde, warum er trotz der Liebe vieler junger Menschen zur traditionellen Messe Einschränkungen dafür erlassen habe. Diese Antwort gab er während individueller Begrüßungen im Rahmen einer päpstlichen Audienz für das Vatikan-Pressekorps, die in der Clementine Hall stattfand.
Das besagte Motu Proprio ist der Text »Traditionis Custodes« vom Juli 2021, mit dem Franziskus weitreichende Restriktionen für die traditionelle Liturgie — auch bekannt als die Lateinische Messe oder die außerordentliche Form — eingeführt hat, was zu verheerenden Konsequenzen für traditionelle Gemeinschaften und Kirchen weltweit geführt hat.
Durch »Traditionis Custodes« wurden Feierlichkeiten der traditionellen Messe in Pfarrkirchen untersagt, und nur Priestern, denen ausdrücklich die Erlaubnis dazu erteilt wurde, war es gestattet, die Messe anzubieten. Bischöfe sollten strenge Kontrolle über das Angebot und die Verbreitung der traditionellen Messe sicherstellen, und die Novus-Ordo-Messe wurde als »einziger Ausdruck« des Römischen Ritus erklärt.
Franziskus begleitete das Motu Proprio mit einem Brief, in dem er offizielle Gründe für die verheerenden und weitreichenden Restriktionen darlegte. Er schrieb, dass seine neuen Maßnahmen aus »Sorge um die ganze Kirche, die in höchstem Maße zum Wohl der Universalkirche beiträgt«, getroffen wurden.
Der Papst verurteilte auch »die instrumentelle Nutzung des Missale Romanum von 1962«, die seiner Meinung nach »oft durch eine Ablehnung nicht nur der liturgischen Reform, sondern auch des Zweiten Vatikanischen Konzils selbst« gekennzeichnet ist. Dabei würden mit unbegründeten und nicht nachhaltigen Behauptungen, dass es die Tradition und die »wahre Kirche« verraten habe, Ansprüche erhoben.
Der Papst erklärte in seinem Brief, dass sein Angriff auf die Traditionelle Liturgie ausschließlich durch die Sorge um die Einheit der Kirche motiviert sei: »Im Namen der Verteidigung der Einheit des Leibes Christi sehe ich mich gezwungen, die von meinen Vorgängern gewährte Befugnis zurückzunehmen.« Er behauptete, dass es eine »verzerrte Nutzung« der Traditionellen Liturgie gab, die »gegen die Absichten« der »Freiheit« zur Feier der Lateinischen Messe verstieß.
Während die Umfrage der CDF stattfand, spielte der Vatikan konsequent Befürchtungen herunter, dass die Lateinische Messe eingeschränkt werden würde. Doch die Behauptung von Papst Franziskus, dass die Umfrage weit verbreitete Bedenken über die Traditionelle Messe zeigte, wurde konsistent bestritten und als nicht mit den Tatsachen in Einklang stehend oder sogar als Umkehrung des wahren Ergebnisses der Umfrage dargestellt.
Die Umfrage wurde nie von der CDF veröffentlicht, und LifeSiteNews versteht aus Vatikan-Quellen, dass die Ergebnisse der geheimen Umfrage selbst vor wenigen Monaten noch nicht an die relevanten Kurienorgane weitergegeben wurden. Eine solche Entscheidung wurde sogar von


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