Bischof entmachtet Priester, profaniert Liturgie

Moderator statt Hirte_ Ein italienischer Priester schlägt Alarm

Ein erschütternder Hilferuf aus Genua zeigt, wie sich die Kirche unter dem Deckmantel des Synodalen Weges selbst abschafft.

Wie das katholische Magazin Katholisches.info berichtet, hat ein italienischer Priester anonym einen Brandbrief veröffentlicht, der als dramatisches Zeugnis eines globalen Problems gelten kann: der Selbstauflösung der Kirche von innen heraus. Was in Deutschland unter dem Namen »Synodaler Weg« bekannt ist, treibt in Genua bereits die nächste Stufe der Entsakralisierung voran – und zwar unter der Leitung des bergoglianischen Bischofs Marco Tasca.

In dem Brief beschreibt der Priester, wie das traditionelle Bild des Pfarrers systematisch zerschlagen wird. Statt Hirte, Lehrer und Spender der Sakramente zu sein, wird er zum »Moderator« degradiert – ein Begriff, den es im Kirchenrecht gar nicht gibt. Diese »Moderatoren« sollen künftig nur noch Verwaltungseinheiten koordinieren, während Laien – oft mit linker, feministischer und queerer Agenda – das Kommando übernehmen. Der priesterliche Dienst wird aufgelöst in ein »Team«, das sich an säkularen Managementmodellen orientiert.

Das Ziel: Eine entklerikalisierte Kirche, in der Priester schweigen, Laien herrschen und Liturgie zur Spielwiese ideologischer Interessen verkommt. So werden etwa »Vigilien gegen Transphobie« gefeiert, bei denen Priester und bischöfliche Vikare Seite an Seite mit Aktivistinnen auftreten – nicht um zur Umkehr zu rufen, sondern um Sünde zu rechtfertigen.

Besonders alarmierend: Die Berufungspastoral ist tot, das Priesterseminar ein Ort »sozialer Experimente« ohne Gebet oder geistliches Leben. Der Rektor trägt Che-Guevara-T-Shirts – und niemand wundert sich mehr.

Wer dagegen aufbegehrt, wird kaltgestellt. Wer mitmacht, verliert seine priesterliche Identität. Am Ende steht eine »Kirche der Armen«, die von reichen Akademikern geführt wird und sich in ökologistischem, genderideologischem Aktivismus auflöst.

Diese innerkirchliche Entchristlichung ist kein italienisches Problem, sondern das Modell für eine entweihte Weltkirche. Genua ist das Spiegelbild der deutschen »Reformprozesse«. Die Folgen sind überall dieselben: Verwüstung des Glaubens, Verachtung der Tradition – und ein Klerus, der am Ende nur noch »funktionieren« soll.

Wer das für übertrieben hält, dem sei gesagt: Die Realität ist längst noch schlimmer.

Sven von Storch

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